Ihre-Vorsorge Logo

„Wähler erwarten Antworten zur Zukunft der Altersvorsorge“

Vorstandsvorsitzender Verch vor der Vertreterversammlung der DRV Westfalen: Zukünftige Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung verdient eine Langfristperspektive.

Artikel vorlesen
„Wähler erwarten Antworten zur Zukunft der Altersvorsorge“

© Nicht definiert

Prof. Dr. Volker Verch, Vorstandsvorsitzender der DRV Westfalen, vor der Vertreterversammlung am 10. Dezember 2024

Münster (drv/sth). Mit Blick auf die voraussichtlich Ende Februar 2025 anstehende Neuwahl des Bundestags appelliert der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen, Prof. Volker Verch, an die demokratischen Parteien, Weitsicht zu beweisen. „Die Wählerinnen und Wähler in Deutschland erwarten von einer neuen Regierung auch Antworten auf die Zukunft der Altersvorsorge", erklärte Verch am Dienstag vor der Vertreterversammlung der DRV Westfalen in Münster.

Dabei betonte Verch, dass parteiübergreifend die gesetzliche Rentenversicherung als erste Säule der Alterssicherung nicht infrage stehe, ihre zukünftige Ausgestaltung aber eine Langfristperspektive verdiene. Es sei weder die Zeit für Versprechen im Wahlkampf und Wahlgeschenke noch für Panikmache, mahnte Verch. Die mittelfristige Finanzlage und die demografische Entwicklung erforderten langfristig wirkende Anpassungen mit Augenmaß. Die gesetzliche Rentenversicherung brauche Verlässlichkeit, kluge Entscheidungen und zu jedem Vorhaben einen Digitalcheck. Mit Blick auf die jüngere Vergangenheit benannte Verch die Gesetzgebung zur Auszahlung der Zuschläge für Erwerbsminderungsrenten. Hier sei manch manueller Schritt für die Sachbearbeitung im Vorfeld ebenso vermeidbar gewesen wie die noch anstehenden Nacharbeiten Ende des kommenden Jahres.

Insgesamt erweise sich die finanzielle Situation in der allgemeinen Rentenversicherung trotz schwacher Konjunktur auch im Jahr 2024 als stabil, so Verch. Die Prognose der mittel- bis langfristigen Finanzentwicklung gestalte sich angesichts der aktuellen politischen Lage in Deutschland schwierig und hänge im Wesentlichen vom Ausgang der erwarteten Neuwahlen ab. Ob die neue Bundesregierung bisher geplante Reformmaßnahmen aus dem Rentenpaket II weiter umsetzt oder einen rentenpolitischen Neustart versucht, bleibe abzuwarten, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Mit der wirtschaftlichen Situation der eigenen Rehakliniken sehr zufrieden

Mit der wirtschaftlichen Situation der fünf eigenen Rehabilitationskliniken sei die DRV Westfalen “aktuell sehr zufrieden”, erklärte Verch. Die Kliniken wiesen sehr hohe stationäre Auslastungsquoten auf, die auf eine sehr gute Qualität der Kliniken zurückzuführen seien. Mitte vergangenen Jahres wurde eine qualitätsorientierte Zuweisungssteuerung bundesweit eingeführt und das Wunsch- und Wahlrecht der Versicherten bei der Auswahl der Rehaklinik gestärkt. Von beiden Maßnahmen profitieren die Kliniken der DRV Westfalen derzeit. Die Nachfrage sei auf einem sehr hohen Niveau, das belege auch die gestiegene Quote der Belegungen durch andere Kostenträger, so Verch. Der Anteil an Versicherten der DRV Westfalen in den eigenen Kliniken betrug in den ersten drei Quartalen des Jahres 30 Prozent. Der Klinikverbund wird das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Betriebsergebnis abschließen.

Ein guter baulicher Zustand von Rehabilitationskliniken ist auch entscheidend dafür, dass die angebotenen Reha-Maßnahmen nachgefragt werden. Aus diesem Grund investiert die DRV Westfalen regelmäßig in die bauliche Infrastruktur der Kliniken. Aktuell laufen Planungen für umfangreichere Baumaßnahmen in der Salzetalklinik in Bad Salzuflen und in der Klinik Münsterland in Bad Rothenfelde. Im kommenden Jahr investiert die DRV Westfalen knapp 3,6 Millionen Euro in die Zukunft Ihrer Kliniken. Und das aus gutem Grund, wie Direktor Christian Schöppner am Rande der Vertreterversammlung erläuterte: “Unsere Investitionen in die Kliniken belegen den hohen Stellenwert, den wir unseren Kliniken beimessen. Sie ermöglichen uns, Standards zu setzen und die Reha durch unsere Forschungen immer wieder besser zu machen.“ Schließlich gehe es um die erfolgreiche Wiedereingliederung von Menschen, die durch eine Erkrankung oder Behinderung beruflich nicht teilhaben könnten. Hier übernehme die Versichertengemeinschaft eine wichtige Aufgabe.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung will mit der Frühstartrente Eltern bei der privaten Altersvorsorge für ihre Kinder unterstützen. Das sieht der Gesetzentwurf im Detail vor.

Time
5 Minuten

Der Wettbewerb um Sparer in Deutschland zieht an: Ausländische Geldhäuser, Digitalbanken und etablierte Häuser locken mit hohen Zinsen. Sparer profitieren – wenn sie das Kleingedruckte beachten.

Time
3 Minuten

Bei ETFs stecken die Tücken im Detail, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Und bietet deshalb Aufklärung rund um die Riester-Reform und das neue Altersvorsorgedepot an.

Time
3 Minuten

Eine neue Untersuchung zeigt: Langfristig in den gesamten Markt zu investieren ist besser, als mit Einzelaktien zu spekulieren.

Time
3 Minuten

Die ersten Banken und Finanzdienstleister werben um Kunden für das Altersvorsorge-Depot – mit Gewinnspielen, Vorregistrierungen, Wartelisten. Warum vorschnelle Entscheidungen sich selten lohnen.

Time
2 Minuten

In der Diskussion um eine ausreichende Altersvorsorge zeigt eine Auswertung: Ruheständler in Ostdeutschland leben häufiger zur Miete. Doch ihr mittleres Haushaltseinkommen (Median) ist nur 80 Euro niedriger als im Westen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026