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Experten-Antwort

Bin von der Rente nicht begeistert.

von oller15.09.2011 | 22:27
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Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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bin 1950 geboren, im Frühjahr 2003 habe ich in meiner damaligen Firma den Antrag auf ALTERSTEILZEIT gestellt. Da gleichzeitig das gesamte Unternehmen ,ineinen neues Unternehmen, überging. Ich behielt in der neuen Firma meine Anrechte zur Alten.Ich bekam eine Abfindung und arbeitete ab 2005 im Blockzeitmodell weiter.Also 3 Jahre bis 2008 arbeiten ,dann ab Juni 2008 ging ich in die Freistellungsphase. Mir war bekannt das ich mit 14 % Abzüge in Rente gehe. Da ja nun alles Einkommen versteuert wird .Rente und Betriebsrente muß ich nun mit 840 Euro nach 45 Jahren arbeiten ,auskommen. Weder die Personalabteilung noch die Rentenversicherung hat mir gesagt,dass ich noch Anspruch auf 2 Jahre Arbeitslosengeld hätte. Hätte ich den Anspruch angenommen ,wären meine Rentenansprüche höher ????

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo oller,

für den Fall, dass Sie tatsächlich noch zwei Jahre Arbeitslosengeldanspruch hätten geltend machen können, dann wären auch noch Beiträge eingezahlt worden (siehe Hierzu den Beitrag von Leni). Insbesondere durch den späteren Rentenbeginn hätte sich dann der Rentenabschlag um 7,2 Prozent verringert. Allerdings wäre das Arbeitslosengeld auch nur in der von Leni angegebenen Weise geleistet worden.

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19 Antworten

...am 16.09.2011 | 07:35
1. man sollte sich VOR dem Unterschreiben eines ATZ-Vertrages über ALLE Folgen (also auch die späteren Rentenansprüche) informieren. 2. wenn Sie 1. gemacht haben und wußten, was auf Sie zukommt, hätte Sie doch auch beim Arbeitsamt mal fragen können, ob nach der ATZ noch Ansprüche vom AA zu erwarten sind. 3. Die Höhe des AloGeldes und damit auch die daraus resultierende Beitragszahlung in die Rentenversicherung hätte lediglich auf 50% des Entgeltes vor der ATZ basiert... Ob die Rente dadurch wirklich nennenswert gestiegen wäre?!? Jetzt ist daran eh nix mehr zu ändern...
Glöckchenam 16.09.2011 | 07:49
Dummheit und Naivität wird halt bestraft ...
Leniam 16.09.2011 | 10:59
Das hat nichts mit Dummheit oder Naivität zu tun. Erstens hätte der Fragesteller in der Arbeitslosenzeit nur auf sein um 50% gemindertes Einkommen Arbeitslosengeld bekommen und zweitens wäre nur eine Anrechnungszeit dabei herausgekommen. Das heißt, er hätte dann keine 14% Abzüge von seiner späteren Rente hinnehmen müssen, sondern z. B. nur 10,8. Was er in der Arbeitslosenzeit von seinem Gesparten hätte nehmen müssen geht auf der anderen Seite auch wieder drauf. Der Neurentner seit 2005 ist auf jeden Fall der Angeschmierte. Ich bin nicht nur "Nicht begeistert" ich fühle mich von der Regierung ausgenutzt. Betrogen um den gerechten Lohn meiner Lebensarbeitsleistung, besonders durch dieses Modell der Zwangsaltersteilzeit wie in diesem Fall.
Extra Rabattam 16.09.2011 | 13:10
Jetzt wachen die Damen und Herren allmählich vom Dornröschenschlaf auf und wundern sich warum ihre Rente so niedrig ist. Jetzt fragen sie sich auch, wer ihnen das wohl eingebrockt hat und wundern sich, warum sie in der Vergangenheit immer CDU, SPD und FDP gewählt haben.
Leniam 16.09.2011 | 13:28
Das merken jetzt auch die Abzockerregierungen, dass die Menschen aus ihrem Dornröschenschlaft so langsam aufwachen und melden sich wie gestern in den beiden Sendungen über Altersarmut zu Wort. Sie haben überzogen. Die Melkkuh kann nicht mehr weiter gemolken werden. Jetzt wurden Strategien entwickelt, wie sie an die Milch der letzten Kuh kommen, indem sie unter Bedingungen zur Zusatzrente von geplanten 850 Euro die letzten Unaufgeklärten in die Riesterfalle zu locken. 40 Beitragsjahre incl. Anrechnungszeiten und mindestens 5 Jahre riestern? Das greift nur für wenige und die noch Bessergestellten. Da will man jetzt gezielt die letzten Tropfen abmelken.
olleram 16.09.2011 | 19:37
hallo Glöckchen, die Antwort hättest Du Dir sparen können,hier im Forum, so glaube ich,sind wohl ältere Menschen die sich einen sicheren Lebensabend wünschen. Du kannst mir glauben,wenn man nach vielen Arbeitsjahren einen Punkt erreicht ,wo gesundheitlich nichts mehr ging ,dann sucht wohl jeder den rettenden Strohhalm.ich hatte angst in die Arbeitslosigkeit zu gelangen.Was ich nicht gut finde,warum wird die geringe Rente noch versteuert .Damals 2003 wurden mir eine höhere Rente errechnet.z.b Betriebsrente 113 Euro ,heute 85 Euro. Warum gibt es noch unterschiede in der Rente Ost und West. Wo finde ich einen Job für 400 Euro ,bei normaler Arbeitszeit,leider gibt es hier wo ich lebe, wenig Stellenangebote. Ich habe doch nicht den unsicheren Schritt in die Rente genommen, damit ich jetzt,wieder eine Arbeit nachgehen kann. Unsere Regierung zögert doch nicht bei Hilfen fürs Ausland.Ob rot,grün ,schwarz,gelb alle möchten das Rentenalter heraufsetzen,
Hubschrauberam 16.09.2011 | 19:34
Als ob es jemand überhaupt interessieren würde, ob man von etwas nicht begeistert ist....
Leniam 16.09.2011 | 20:38
Jetzt fragen sie sich auch, wer ihnen das wohl eingebrockt hat und wundern sich, warum sie in der Vergangenheit immer CDU, SPD und FDP gewählt haben. Jetzt erzählen sie bloß nicht, die Grünen träfe keine Schuld. Es war die Rot / Grüne Regierung, die die schlimmsten Rentenkürzungen aller Zeiten, einschließlich Riester, eingeführt haben.
Leniam 17.09.2011 | 10:28
Wenn die Rente nicht der politischen Willkür unterliegen würde, dann hätten Sie Recht. Eine harte Tatsache ist, dass das Finanzministerium gar nichts mit der gesetzlichen Rentenversicherung zu tun hat. Die GRV ist ein Selbstverwaltungsorgan, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, gleichwohl unter Aufsicht der Verwalter, der Vertreterversammlung und des Gesetzgebers (wir alle). Bemerkenswert ist in der Tat, dass das Finanzministerium mit seinen Aussagen zur Rente mit 69 deutlich macht, dass sie weiter gedenken, sich aus der Rentenversicherung zu bedienen. Das nämlich haben alle bisherigen Regierungen getan, sich über den Eigentumsschutz der GRV-Beiträge hinwegsetzend. Also eine hochpolitische Sache. Selbst von den hier vertretenden Experten wird darauf hingewiesen, dass es politische Entscheidungen sind, die über unsere Beitäge zur Rentenversicherung bestimmen. Somit ist es falsch, die politischen Meinungen hier ersticken zu wollen. Das was sich Bundeszuschuss nennt, und auch so im Bundeshaushalt ausgewiesen wird, ist eine dreiste Lüge. Es gibt keinen Zuschuss, es gibt nur Ersatzleistungen des Bundes, die die voher aus der GRV entnommenen Summen, für versicherungsfremde, nicht beitragsgedeckte Leistungen ersetzen sollen und müssten. Tun sie aber nicht. In keinem Jahr nach 1957 haben die Erstattungen ausgereicht, so dass bis heute der GRV, damit den Beitragszahlern und Rentnern, rund 700 Milliarden Euro fehlen. Der Staat bedient sich aus den Beiträgen der Arbeitnehm er, die allein für die Renten der Beitragszahler gedacht sind, nicht umgekehrt. das was überall als Bundeszuschuss vermittelt wird, ist gar keiner.
Ismailam 16.09.2011 | 21:06
Hallo....dies ist bestimmt nicht das richtige Forum, um seine politischen Meinungen kundzutun....
Leniam 17.09.2011 | 13:39
Zitat von Hans Richter anzeigen
Falls Ihre Rentnhöhe stimmt, sind Sie vor 1998 in Rente gegangen, sicher jedoch vor 2005. Die Neurentner haben allen Grund rumzunölen. Bitte machen Sie sich schlau, was der so genannte Eckrentner bekommt. Der Eckrentner muss 45 Jahre eingezahlt haben und vom ersten bis zum letzen Jahr genau in Höhe des Durchschnittsverdienstes gelegen haben, um 45 X 27,47 Euro Bruttorente zu erhalten. Davon werden noch etwas über 10% für Krankenkassen- und Pflegekassenbeiträge abgezogen. Das sind Netto 1.105 Euro Rente. Sie haben nur 43 Jahre gearbeitet. Und dann lassen Sie durchblicken, dass die Neurentner zu faul waren? Haben Sie keine Kinder und Enkel? Diese werden auch so fleißig sein, wie sie können und werden nicht an so gute Renten kommen wie Sie. Da ist der Rentner der Feind der Rentner!
Hans Richteram 17.09.2011 | 12:57
Ich weiss nicht,warum Sie da herumnölen. Fakt ist,wer sein Leben lang arbeitet bekommt auch die entsprechende Rente. Ich habe 43 Jahre Arbeit auf dem Buckel und kann nun vom Lohn derselben in Form meiner Rente von 1721 € und der Betriebsrente gut leben.Im Winter sogar auf den Kanaren. Gemeckert wird immer von Leuten,die mit wenig Lebensleistung dann feststellen,dass die Renten entsprechend gering ausfällt.
olleram 17.09.2011 | 22:25
es gibt keine Freibeträge, ab 1.7.2011 856 Euro, 14,6% vom berechneten Anteil Krankenkasse -70,..Euro -1,95% soz.Pflegeversicheung -16,..Euro Glück habe ich noch bei der Versteuerten Betriesrente ,sonst würden noch Beträge für die Krankenversicherung anfallen. Wenn die Mindestrente kommen sollte, werden wir normalen Rentenbezieher wiedermal besch....
Bravo am 18.09.2011 | 10:39
Bravo, Leni, Sie haben es auf den Punkt gebracht! So ist es, es ist ein Skandal, daß sich der Staat aus den gezahlten RV-Beiträgen bedient, um Leistungen zu erbringen, die er eigentlich selbst aus Steuermitteln finanzieren müßte. Denn es gilt immer noch der - leider vom Staat damit mißachtete - Grundsatz: Jeder bekommt die Rente, FÜR DIE ER EINGEZAHLT HAT. Mit angeblich erbrachten x Arbeitsjahren alleine erwirbt man gemäß Gesetz KEINEN Rentenanspruch !!!. Auch wenn dies heute an der Tagesordnung ist und von vielen Leuten so gesehen wird.
olleram 21.09.2011 | 09:26
Danke leni,danke Expert für die Antwort, hätte und können sind wie üblich zweierlei. Ich habe erfahren ,mein ehemaliger Arbeitgeber hat mit der Arbeitsagentur eine Absprache getroffen,"Arbeitnehmer aus dem Unternehmen können nicht,nach der Freistellungsphase,in die Arbeitslosigkeit gehen.Nun hat mein grübeln ein Ende. Wie schon im Forum geschrieben.Was am Ende gezahlt wird ,steht in den Sternen. Wer auch regiert,Millionen werden von der Rentenkasse genommen und für unnötige Hilfen verwendet.Der eigene Bürger muß zusehen wie er mit dem A.. an die Wand kommt. An die zukünftigen Renter kann ich nur appelieren ,mit der Riesterrente und was es noch so gibt ,ist nur Augenwischerei. Bin von der Rente nicht begeistert. Mfg OLLER
egalam 21.09.2011 | 12:01
Zitat von oller anzeigen
Was für ein Schwachsinn! Kein Arbeitgeber in diesem Land kann mit irgendeiner Agentur für Arbeit in diesem Land eine solche Vereinbarung treffen. Níemand kann nach der Freistellungsphase daran gehindert werden, sich arbeitslos zu melden (inwiefern dies sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt). Sollte eine AfA da anderer Meinung sein, wäre dies ein gefundenes Fressen und superleicht verdientes Geld für jeden Anwalt - da muß man nicht mal Fachanwalt für Sozialrecht oder ähnliches sein...
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