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Experten-Antwort

Fehler im Rentenbescheid?

von Oskar Tico13.04.2019 | 10:25
283 Ansichten
9 Antworten

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Beim Vergleich meiner Rentenbescheide ist mir etwas aufgefallen, was ich mir nicht erklären kann: Während der letzten drei Jahre ist die Summe, die sich aus der Rentenanwartschaft ergibt, immer weiter gestiegen, während die Summe meiner zu erwartenden Rente immer weiter sinkt. Ich bin 44 Jahre alt, seit 6 Jahren Freiberufler und über die Künstlersozialkasse versichert. Bei meiner Frau (37, angestellt) findet sich diese gegenläufige Bewegung nicht, dort steigen beide Summen an. Da mir dies auch logischer erscheint, die Frage: Was ist da los? Handelt es sich um einen Berechnungsfehler?

1 Experten-Antwort

Experten-Antwortam 15.04.2019 | 09:12

Vielen Dank @Jonny für die ausführliche Erläuterung. Dieser ist von unserer Seite nichts hinzuzufügen.

8 Antworten

Klugpuperam 13.04.2019 | 11:07
Nehmen Sie Ihre Renteninformationen (Fun Fact: Das sind keine Bescheide) mit in die nächste Auskunfts- und Beratungsstelle und lassen Sie sich diese erläutern. Nebenbei,die Aussagekraft der Renteninformation ist ohnehin eher begrenzt.
Grokoam 13.04.2019 | 11:43
Haben Sie in den letzten Jahren weniger eingezahlt?
Olafam 13.04.2019 | 12:10
Hallo, das hängt garantiert mit Deiner Freiberufler zusammen. Im übrigen musst du noch 23 Jahre bis zur Regelaltersrente arbeiten. Vielleicht auch noch bis 70 Jahre. Besorge dir eine Rentenauskunft, dann kannst du sehen, worann das liegen kann.
Mitleseram 13.04.2019 | 12:30
Deine erwartete Rente ist ja nur eine Hochrechnung mit Einzahlungen wie in den letzten 5 Jahren bis zur Rente. Wenn Du die Höhe der Einzahlungen der letzten Jahre nicht mehr weiter führst ist die Hochrechnung bis zur Rente auch geringer.
Oskar Ticoam 13.04.2019 | 13:46
Beim Vergleich meiner Rentenbescheide ist mir etwas aufgefallen, was ich mir nicht erklären kann: Während der letzten drei Jahre ist die Summe, die sich aus der Rentenanwartschaft ergibt, immer weiter gestiegen, während die Summe meiner zu erwartenden Rente immer weiter sinkt. Ich bin 44 Jahre alt, seit 6 Jahren Freiberufler und über die Künstlersozialkasse versichert. Bei meiner Frau (37, angestellt) findet sich diese gegenläufige Bewegung nicht, dort steigen beide Summen an. Da mir dies auch logischer erscheint, die Frage: Was ist da los? Handelt es sich um einen Berechnungsfehler?
Haben Sie in den letzten Jahren weniger eingezahlt?
Nein, im Gegenteil. Meine Einzahlungen sind in den letzten 5 Jahren kontinuierlich gestiegen. So oder so erklärt es nicht, weshalb der Betrag in der Zeile "Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft entspräche nach heutigem Stand einer monatlichen Rente" von Jahr zu Jahr steigt. Und der Betrag für die Zeile "Sollten bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre gezahlt werden..." ständig sinkt. Das ist für mich widersprüchlich.
Besserwisseram 13.04.2019 | 15:43
Ohne genaue Unterlagen wird Ihnen hier keiner eine Auskunft geben können. Vereinbaren Sie einen Termin in der nächsten Beratungsstelle, dort wird man Ihnen dann die entsprechenden Informationen geben können. Hier ist alles nur Spekulatius.
Jonnyam 13.04.2019 | 15:48
Sie haben eine sog. Renteninformation erhalten. Darin werden unter „Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente“ aufgeführt: „Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft entspräche nach heutigem Stand einer monatlichen Rente von: xxxxx € Sollten bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten 5 Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine monatliche Rente von: yyyyy €“ Die xxxx- Beträge steigen mit jeder neuen Renteninformation, weil gegenüber der letzten Renteninformation weitere Zeiten mit Beiträgen hinzukommen. Die yyyy- Beträge sind in jedem Fall höher als die xxxx-Beträge!!!! Die yyyy-Beträge können aber – im Vergleich zur vorherigen Renteninformation – sinken. Beispiel: In der vorherigen Renteninformation war der Durchschnitt aus den letzten 5 Kalenderjahren 1,0000, in der neuen Renteninformation ist er aber nur noch 0,9500. Das kommt z.B. vor, wenn das vielleicht gute 5. Jahr aus der vorherigen Renteninformation in der neuen Renteninformation nicht mehr enthalten ist, in der neuen Renteninformation vielmehr für das letzte Jahr ein schlechterer Wert zum Tragen kommt. Wenn dann einerseits in der vorherigen Renteninformation der Wert von 1,0000 für 24 Jahre bis zur Regelaltersgrenzte bedeutsam ist (also 24 Punkte ergibt), in der neuen Renteninformation aber nur noch der Wert von 0,9500 für lediglich 23 Jahre gilt (also 21,85 Punkte), ergibt das schon mal ein Minus für die yyyy-Rente. Und ein solch hohes Minus kann allenfalls durch Höchstbeiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze (z.B. 2018 = 78000 €) erreicht werden. Alles klar?
Oskar Ticoam 14.04.2019 | 13:27
Zitat von Jonny anzeigen
Jonny schrieb

Sie haben eine sog. Renteninformation erhalten. Darin werden unter „Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente“ aufgeführt:

„Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft entspräche nach heutigem Stand einer monatlichen Rente von: xxxxx €

Sollten bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten 5 Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine monatliche Rente von: yyyyy €“

Die xxxx- Beträge steigen mit jeder neuen Renteninformation, weil gegenüber der letzten Renteninformation weitere Zeiten mit Beiträgen hinzukommen.

Die yyyy- Beträge sind in jedem Fall höher als die xxxx-Beträge!!!!

Die yyyy-Beträge können aber – im Vergleich zur vorherigen Renteninformation – sinken.

Beispiel:

In der vorherigen Renteninformation war der Durchschnitt aus den letzten 5 Kalenderjahren 1,0000, in der neuen Renteninformation ist er aber nur noch 0,9500. Das kommt z.B. vor, wenn das vielleicht gute 5. Jahr aus der vorherigen Renteninformation in der neuen Renteninformation nicht mehr enthalten ist, in der neuen Renteninformation vielmehr für das letzte Jahr ein schlechterer Wert zum Tragen kommt.

Wenn dann einerseits in der vorherigen Renteninformation der Wert von 1,0000 für 24 Jahre bis zur Regelaltersgrenzte bedeutsam ist (also 24 Punkte ergibt), in der neuen Renteninformation aber nur noch der Wert von 0,9500 für lediglich 23 Jahre gilt (also 21,85 Punkte), ergibt das schon mal ein Minus für die yyyy-Rente. Und ein solch hohes Minus kann allenfalls durch Höchstbeiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze (z.B. 2018 = 78000 €) erreicht werden.

Alles klar?

Jip, vielen Dank, das war der fehlende Link in meiner Überlegung. Der prognostizierte Gesamtwert basiert ja als Prognose auf anderen Parametern (sprich der 5-Jahres-Entwicklung) als der aktuelle Wert, der ja aufgrund der tatsächlichen Zahlungen berechnet wird.
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