Hallo liebe Forumleser.
Ich habe das eine oder andere Problem seit der Antragstellung für eine LTA.
Ich versuche,es so knapp wie möglich zusammenzufassen:
Von 11/2012-09/2014 war ich berentet,weil ich nicht mehr in der Lage war,arbeiten zu gehen.
In dieser Zeit war ich 3 Monate in einer Spezialklinik,wo mir sehr geholfen wurde.
Mein Zustand verbesserre sich zusehens und ich beschloss,einen Versuch zu unternehmen,die Rente zu verkürzen und eine Umschulung zu beantragen. Diesen Antrag stellte ich im Dezember 2013.
Ich wurde im März 2014 zur Begutachtung geschickt und das Ergebnis war,dass eine Umschulung vertretbar sei. Dennoch wurde mein Antrag auf selbige abgelehnt. Ich ging in den Widerspruch. Und die Zeit verging.
Im Dezember 2014 erhielt ich einen Anruf meiner Rehafachberaterin, die mir vorschlug,eine Berufsfindung und Arbeitserprobung zu machen-da ja die LTA bewilligt wurde. Ich war überrascht und sie war erstaunt,dass ich überrascht war,denn davon wusste ich nichts. Schon seit Oktober bestünde diese Bewilligung.Jemand habe vergessen,mir einen Bescheid zu schicken.
Nun denn... Mit dem Vorschlag einer Eba war ich einverstanden. Leider gab es in dem Berufsförderungswerk 10km keine freien Plätze.
Es gäbe aber noch einen in einer Stadt,die 90km weg ist.
Spontan sagte ich zu,denn ich befand diesen Weg für wichtig und ich hatte das Gefühl,wenn ich diese Chance jetzt nicht packe,muss ich lange warten,bis in der Nähe wieder etwas frei wird.
Also bin ich da 6 Wochen jeden Tag hin-und zurückgefahren. Bewilligt wurden mir allerdings nur 269 Euro an Fahrtkosten. Aufgrund meiner Einschränkungen konnte ich weder öffentliche Verkehrsmittel,noch eine externe Unterkunft in Anspruch nehmen.
Ich schrieb einen Widerspruch im Februar,denn ich bezahlte in der Zeit aus eigener Tasche nochmal knapp das Doppelte (ich bekomme derzeit ALG II) und musste mir Geld leihen,um dort hinfahren zu können.
Letzten Monat bekam ich ein Schreiben,das aussagte,man würde das in den Gremien beraten,das Widerspruchsverfahren würde solange ruhen,bis eine Entscheidung getroffen wird und man würde sich zu gegebener Zeit melden.
Meine erste Frage ist: Wie lang sollte ich abwarten,um dort nachzufragen? Denn ich habe nach wie vor durch den Fahrtweg zur Eba ein großes finanzielles Loch.
Meine zweite Frage ist: Kann man den Bericht,der in der Eba geschrieben wurde anfechten,wenn dort Dinge beschrieben werden,die nachweislich nicht stimmen?
Und wenn ja,wohin richte ich es?
In der Eba wurde festgestellt,dass ich für eine Umschulung noch nicht geeignet sei.
Das ist ok,dafür war ich ja dort,um das herauszufinden. Dennoch war ich sehr enttäuscht,denn es ist so viel Zeit vergangen und ich habe wirklich den dringende Wunsch,im Leben voranzukommen und eine Umschulung zu machen,um endlich "normal" leben und arbeiten gehen zu können,wie jeder andere auch.
Meine Rehafachberatin lud mich dann ein,meldete mich für ein Berufstraining an und auch gleich zu einem 3monatigen Rehavorbereitungskurs.
Dieses Training fängt nun im Oktober an,wurde mir heute mitgeteilt.Es dauert wieder alles sehr lange,aber dafür kann ja keiner etwas.
Dennoch,wenn ich dieses Training mindestens 6 Monate mache und anschließend diesen Kurs, haben die Umschulungen hier schon alle längst angefangen.
Ich bin momentan wirklich verzweifelt und auch frustriert.
Es ist so viel Zeit vergangen und ich sehe mich nächstes Jahr wieder keine Umschulung machenn.Ich werde dieses Jahr 33,habe nur meine Ausbildung gemacht und war seither aufgrund der Erkrankung nie vollschichtig auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt.
Daher meine dritte Frage: Ist es möglich,nach diesem Training,den 3monatigen Kurs abzulehnen,um den Einstieg in die Umschulung noch zu schaffen oder entstehen mir dann Konsequenzen?
Gerne würde ich diese Fragen meiner Rehafachberaterin stellen,doch aufgrund der einen oder anderen Bemerkung in diesem Eba-Bericht scheint sie kein gutes Bild von mir zu haben,was ich persönlich sehr schlimm finde und an mir nagt.
Anscheinend ist nichts aus dem "mich kurz fassen" geworden. Entschuldigung.
Vielleicht kann mir aber doch jemand helfen.
Vielen Dank.
Stefanie