Hallo Schorsch,
Ich habe die ganze Zeit von reinen privaten Unfallversicherungen gesprochen. Vielleicht war ich einmal nicht deutlich genug.
Diese Ford-Versicherung habe ich doch auch schon beantwortet. Sie sieht bei Unfalltod lediglich 10000 Euro vor, egal welcher Tarif, bzw. welche Grundsumme versichert ist. Es handelt sich hierbei wohl um die Beerdigungskosten.
Selbst bei Unfallversicherungen sind Erwachsene bei Todesfall nur mit einer festen Summe (evtl. noch abhängig von der "Grundsumme", bei mir die Hälfte der GS) versichert.
Mittlerweile habe ich 3 Versicherung gecheckt. Keine bietet eine Todesfallversicherung bei Tod des Kindes an. Unter Kinderversicherung steht zwar Kindes Todesfallversicherung, aber bei genauem hinsehen, geht es darum, dass das Kind beim Todesfall der Eltern oder auch nur eines Elternteils, weiterhin versichert ist.Es kann bei Tod der Eltern, wenn das Kind in der Familien-Unfallversicherung ist (bzw. Kind und Eltern eine Versicherung gemeinsam abgeschlossen haben), die Todesfallsumme der Eltern/des Elternteils z.B. verdoppelt werden, damit das Kind versorgt ist.
Wie es bei LV gehandhabt wird, weis ich nicht, bzw. kann es erst glauben, wenn ich das Kleingedruckte lesen kann. Es ist wahrscheinlich möglich. Wenn Kinder versichert sind ist außerdem nicht nur die Unterschrift der Eltern nötig, sondern auch einer dritten Person. Aber wie gesagt, hier ging es um eine reine Unfallversicherung für das Kind. Natürlich sind andere Personen auch bei der LV bei Unfalltod (nicht jedoch für die Folgen) versichert.
Laut Telefonat mit HUK wusste die Dame darüber auch nicht genau Bescheid und hat gemeint, dass es evtl. um die Beerdigungskosten geht.
Weiter sagte Sie, dass Sinn- und Zweck einer Kinderunfallversicherung ist, dass Dauerschäden durch Unfall abgesichert sind und auch die Möglichkeit besteht, eine Unfallrente abzuschließen.
Ich habe schon einmal auf Anraten meiner Krankenkasse wegen einer Pflegeversicherung bei der HUK nachgefragt. Da hieß es auch nur, dass die Bedingung sei, noch keine Pflegestufe zu haben. Bei Anforderung der Unterlagen war natürlich ein Gesundheitsbogen dabei, den ich gleich gar nicht ausgefüllt habe. Ich habe angerufen und nachgefragt, ob ich mit meinen Gesundheitsproblemen versichert bin. Eine Krankheit von vor ca. 30 Jahren (Niere) hat genügt, dass ich nicht versicherbar bin. Es ist eben vieles nur Werbung oder wird verschwiegen. So was nennt sich auch noch Eigenverantwortung.
10.000 Euro für Beerdigungskosten sind auch keine Bereicherung. Das möchte ich auch mal betonen.
Außerdem habe ich zu gegebener Zeit die Kinderunfallversicherung in eine Erwachsenenversicherung mit Todelfallschutz für das "Kind" umgewandelt.
Bei Lebensversicherungen gibt es auch Tarife mit Zusatztodesschutz oder vielleicht sogar Einschränkungen in den ersten Jahren.
Bei meiner Unfallversicherung sind z.B. Unfallrenten im ersten Jahr ausgeschlossen.
Sie wissen doch auch, mit welchen Tricks Versicherungen arbeiten.
Außerdem habe ich die Fragestellerin nicht verunsichert, sondern nur erklärt dass sie gegen die Unfallfolgen auf jeden Fall abgesichert ist. Welchen Tarif diese bei der PV hat, weis ich natürlich nicht. Eine höhere Todesfallsumme bei Tod eines Kindes macht doch auch keinen Sinn. Das Kind hat doch nichts davon und es wäre moralisch (vielleicht auch deswegen gesetzlich) unverantwortlich.
Das dürfte jetzt wirklich genügen und ich kläre dies vielleicht für mich noch einmal bei meiner Versicherung ab, aber nur für mich. Für andere hat es ja keinen Sinn. Für mich eigentlich auch nicht.