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Experten-Antwort

Teilerwerbsminderungsrente

von Gampe07.08.2016 | 12:37
1758 Ansichten
8 Antworten

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Ich bin Vollzeit beschäftigt habe Rheuma und Athrose und möchte aufgrund meiner Beschwerden meine Stunden von 38 auf 25 reduzieren. Bin 55 Jahre und habe einen GdB 50. Meine Frage: - Erst den Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente stellen, Bewilligung abwarten - oder erst einen Antrag auf Reduzierung der Arbeitszeit beim Arbeitgeber stellen? Vielen Dank für die Beantwortung

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Gampe,

KSC hat Ihre Frage schon sehr gut eingeschätzt, den Ausführungen können wir uns nur anschließen.

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7 Antworten

KSCam 07.08.2016 | 12:47
Ich würde meine Arbeitszeit erst reduzieren, wenn ich die Teil EM rente bewilligt bekommen hätte. Ich sehe folgendes Szenario: Sie reduzieren Ihre Arbeit von 38 auf 25 Wochenstunden. Die DRV lehnt die Rente ab, weil Sie noch 6 und mehr Stunden täglich arbeiten können. Dann kommen Sie zu Ihrem Chef und wollen wieder die Stundenzahl erhöhen, weil der Verdienst aus 25 Stunden nicht reicht. Ihr Chef lehnt das ab, weil dann eine Erhöhung "für die Firma nicht verkraftbar sei", weil er die freigemachten Stunden schon anderweitig vergeben hat. Dann haben Sie das klassische Eigentor geschossen. Wenn Ihnen der Lohn aus 25 Stunden zur Not auch ohne Rente reicht, spricht nichts dagegen.
santanderam 07.08.2016 | 12:45
Man kann keinen Antrag auf TEIL- Erwebsminderungsrente stellen. Nur Erwerbsminderungsrente. Ob es eine Ganze, Teil-EM oder gar keine wird entscheidet die Rentenversicherung.
Nahlaam 07.08.2016 | 16:25
Auf alle Fälle erst den Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen, bei einem möglichen Gutachtertermin den Willen zum Weiterarbeiten betonen ("ich möchte gern weiter arbeiten, aber ich schaffe aus den Gründen xy den ganzen Arbeitstag nicht mehr, weil nach ca. 4 - 5 Stunden die Schmerzen etc.c zu groß werden") und erst nach Bewilligung der teilweisen EM-Rente mit der Stundenzahl runter gehen.
Franz-Josefam 07.08.2016 | 19:45
Zitat von Nahla anzeigenausblenden
Solche Sprüche hören die Gutachter regelmäßig und antworten dann häufig, dass jemand der 5 Stunden täglich arbeiten kann auch 6 Stunden schaffen würde, wenn sein Arbeitsplatz mit entsprechenden Arbeitshilfen ausgestattet wird. Alternativ werden dann auch gerne Arbeitgeberwechsel vorgeschlagen, wenn in der bisherigen Firma keine leichteren Tätigkeiten möglich sind.
W*lfgangam 07.08.2016 | 20:54
Zitat von Franz-Josef anzeigenausblenden
Hallo Franz-Josef ...Sie scheinen ja ein gern gesehener Gast bei Gutachtern zu sein - würden Sie 'uns' den Grund dafür mitteilen/multiples Kopfweh etwa? ;-) Rein profilaktische Frage, da Sie immer wieder dieselbe Laier zu hören bekommen - damit andere aus Ihrem Erfahrungswissen mit Gutachtern schöpfen können ... Wie Vorredner/in sagten, erst Antrag stellen, dann reagieren. Gruß w.
Rainer S.am 08.08.2016 | 22:03
Aus Sicht des Antragsstellers wäre eine Reduzierung der Arbeitszeit erst bei Bewilligung einer Teil-Rente natürlich vorteilhafter. Nicht nur wegen dem durchaus realistischen Szenario von KSC. ABER bis eine EM Rentenverfahren rechtskräftig entschieden ist, kann es durchaus 1 Jahr oder länger dauern. Da sehe ich die Gefahr sehr groß, dass die RV Bund die Rente ablehnt mit der Begründung: Sie beweisen doch, dass sie Vollzeit arbeiten können. (stellen sie einen neuen Antrag, wenn es nicht mehr geht)
W*lfgangam 08.08.2016 | 22:33
Zitat von Rainer S. anzeigenausblenden
...was man arbeitet und med. überhaupt noch möglich ist, sind immer 2 Paar Schuh. Was manche sich wegen der med. Seite hier 'einscheißen', ist schon erstaunlich - letztendlich geht die Sache vor Gericht / neuer Gutachter / neue Bewertungen - und wenn es dann bestätigt wird, kann die DRV/med. Dienst nicht ganz so verkehrt gelegen haben - oder wird widerlegt ;-) Gruß w.
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