Das sollte jeder Berater der DRV drauf haben.
Aber zwischen Theorie und Praxis können Welten liegen
Probleme können sein:
1) Zeitdruck - für eine perfekte Beratung im Sinne der Ausgangsfrage braucht es m.E. fürs Erstgespräch schon mal mindestens 1 Stunde. Dann benötigt der Kunde Zeit diese Informationen zu verarbeiten, gerade der Selbständige sollte die Konsequenz seiner Investition auch noch mit seinem Steuerberater abklären. Möglicherweise kommen Rückfragen vom Steuerberater und vom Kunden, dann benötigt der Berater nochmals Zeit sich in den Fall hineinzudenken, also auch wieder mindestens eine halbe Stunde.
Und wenn es zum Rentenantrag kommt geht die zeitaufwändige Diskussion vielleicht erneut los (dauert wieder länger als ein 0815 Altersrentenantrag. "soll ich jetzt im Oktober in Rente oder doch erst im November?"
2) Der Kunde kommt nicht jedes Mal zum gleichen Berater, der Kollege muss sich also auch wieder mühsam in die Besonderheit dieses Falles einarbeiten (s.o.)und sieht den ein oder anderen Punkt vielleicht ganz anders, bzw. muss die gesamten Hintergründe des Falles neu erfragen.
3)Es gibt Kunden die mit der Komplexität einer Flexiberatung heillos überfordert sind, die es einfach nicht kapieren. Entweder wegen Sprachproblemen oder intellektueller Kapazität oder weil es der Berater nicht schafft das problem einfach darzustellen.
4) Je nach Arbeitsvertrag / Tarifvertrag zickt ein Arbeigeber rum, wenn ich mit einem Kunden einen "genialen Flexiplan" ausgearbeitet habe. Oder der AG bringt den tollen Spruch " so was hatten wir hier noch nie".
5) Vorgaben der DRV für den Berater, dessen Zeitplanung von 30 Minuten Beratungen ausgeht. Da klappt es nicht wenn immer wieder ausführlichst beraten wird.
6) Ich hatte auch schon Kunden, die zusätzlich zum vollen Lohn mehrere Monate Teilrenten in erheblichem Umfang hätten bekommen können und dann kam am Schluss die Aussage "das will ich nicht" ohne dass diese Menschen einen vernünftigen Grund nennen konnten. Da ist der Berater dann sprachlos und alle Mühe war vergebens.
7) u.v.m.
Das ganze Thema ist sehr vielschichtig und kompliziert. Allen sei gesagt es gibt wie überall im Leben nicht nur "richtig" oder "falsch", "schwarz" oder weiß" und und auch bei den Beratern der DRV gilt die statistische Normalverteilung wie in jedem Beruf: es gibt begabtere und weniger Begabte, Engagierte und weniger Engagierte.....genauso wie es freundliche und weniger freundliche Menschen auf Kundenseite gibt.