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Geldanlage neu ausbalancieren

Wenn die Kurse steigen, ändert sich unter Umständen das Verhältnis von Aktien und Anleihen im Depot. Das kann man korrigieren.

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Männliche Spielfiguren im Anzug stehen auf Börsenpapieren mit Aktienkurven und den Schildern Risiko und Chance.

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Berlin (kr). Viele Anlegerinnen und Anleger haben anfangs eine klare Vorstellung, wie ihr Depot strukturiert sein soll – zum Beispiel in einer Mischung von 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen. Doch Kursentwicklungen können dieses Verhältnis aus dem Gleichgewicht bringen. Die Folge: Ohne eigenes Zutun verändert sich unter Umständen das zunächst gewählte Risikoprofil. Darauf weist der Bundesverband deutscher Banken in Berlin hin. Sein Tipp: Rebalancing.

Der Begriff beschreibt die Wiederherstellung der ursprünglich ausgesuchten Gewichtung im Depot. Ist der Aktienanteil durch Kursgewinne zum Beispiel von 60 auf 70 Prozent gestiegen, können Anlegerinnen und Anleger einen Teil ihrer Aktien verkaufen und dafür Anleihen erwerben, bis das ursprüngliche Verhältnis wieder erreicht ist.

Der Bankenverband sieht mehrere Vorteile, die besonders für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger interessant seien:

  • Risikokontrolle: Die Geldanlage bleibt bei der gewünschten Risikostruktur.
  • Disziplin: Festhalten an einer Strategie auch in turbulenten Zeiten.
  • Chancen nutzen: Realisieren von Gewinnen durch den Verkauf teurer Werte (z.​ B. Aktien nach Kursanstieg) und Nachkauf günstiger (z.​ B. Anleihen nach Kursrückgang). 

Der Bankenverband sieht zwei Möglichkeiten für den Zeitpunkt eines Rebalancing: zeitgesteuert, also zum Beispiel einmal im Jahr, oder wertabhängig, wenn sich die Verteilung der Anlageklassen deutlich verändert. Anlegerinnen und Anleger sollten allerdings beachten, dass beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren in der Regel Gebühren anfallen und Gewinne steuerpflichtig sind. “Daher lohnt es sich, genau zu prüfen, ob das Umschichten tatsächlich sinnvoll ist”, erklärt der Verband.

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