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Abnehmen, aber richtig: So erkennt man unseriöse Diäten

Gezielt am Bauch oder Po Fett verlieren? Mehrere Kilos pro Woche sollen verschwinden? Wenn Ihnen ein Diät-Programm das verspricht, ist Skepsis angesagt. Was realistisch und gesund ist – und was nicht.

Füße auf einer Waage

© Nicht definiert

München (dpa/tmn). Abnehmen ist ein Klassiker unter den Vorsätzen fürs neue Jahr. Aber wie? Wer in die Recherche einsteigt, merkt schnell: Wow, die Vielfalt an Diät-Konzepten ist gigantisch. 

Doch längst nicht alle sind auch seriös – statt zum Erfolg führt manch eines eher zu Frust, Heißhunger und einem Jo-Jo-Effekt. Die Verbraucherzentrale Bayern nennt diese Warnzeichen für unseriöse Diäten: 

  • Es werden schnelle Erfolge versprochen: Mehrere Kilos pro Woche abnehmen? Dann gehen meist vor allem Wasser und Muskelmasse verloren, aber nicht Fett. Laut der Verbraucherzentrale ist eine Abnahme von 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche realistisch und gesund.
  • Die Diät wirbt mit gezieltem Fettverlust an bestimmten Körperstellen: So schön es auch wäre – steuern lässt sich nicht, wo genau der Körper Fett einlagert und es zuerst wieder loslässt. Das hängt unter anderem von Geschlecht und Genetik ab.
  • Zu geringe Kalorienzufuhr: Wer ständig Hunger hat, futtert irgendwann wahrscheinlich den halben Kühlschrank leer. Diäten, die eine Energiezufuhr von unter 1000 Kilokalorien empfehlen, sind laut Verbraucherzentrale kaum durchzuhalten.
  • Einseitige Ernährungsformen: Bestimmte Gruppen von Lebensmitteln sind tabu? „Solche Diäten können die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, weil zu wenig Nährstoffe aufgenommen werden“, warnt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

So klappt es auf Dauer mit dem Abnehmen 

Doch wie klappt es nun dauerhaft mit dem Gewichtsverlust? „Eine gute Diät ist keine Diät im klassischen Sinne“, sagt Katharina Holthausen. Soll der Gewichtsverlust von Dauer sein, kommt man um eine Ernährungsumstellung nicht herum. „Die sollte alltagstauglich sein, Vorlieben berücksichtigen und den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen“, so die Expertin.

Und sie sollte nicht auf Verboten aufbauen, denn die erzeugen erst recht Heißhunger auf Kuchen, Schokolade und Chips. Besser: in kleinen Portionen in die Ernährung einbauen und bewusst genießen. 

Generell gilt: Abnehmen gelingt nur, wenn ein sogenanntes Kaloriendefizit vorliegt, wir also weniger Energie aufnehmen als wir verbrauchen. Um sich darüber einen Überblick zu verschaffen, kann es sinnvoll sein, vorübergehend Kalorien zu zählen. Wer täglich etwa 500 Kalorien einspart, kann laut der Stiftung Warentest rund ein halbes Kilogramm pro Woche verlieren. 

Um Kalorien einzusparen, können unter anderem folgende Strategien helfen: 

  • kleinere Essensportionen
  • feste Essenszeiten statt ständigem Snacken, dadurch isst man nämlich meist mehr
  • mehr Gemüse
  • Softdrinks weglassen

Die Ernährungsumstellung sollte am besten von Bewegung begleitet werden, denn dadurch verbraucht der Körper Energie. „Für den Einstieg empfiehlt sich zum Beispiel eine halbe Stunde Spazieren, die nach und nach verlängert oder durch Radfahren und Schwimmen ergänzt werden könnte“, so Ernährungsexpertin Ina Bockholt von der Stiftung Warentest.


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