Ihre-Vorsorge Logo

Auch schon 7.000 Schritte am Tag sind gut für die Gesundheit

10.000 Schritte pro Tag gehen, das bedeutet je nach Geschwindigkeit ungefähr eineinhalb Stunden. Klingt viel und lang? Dann haben Wissenschaftler eine gute Nachricht: 3.000 weniger gehen auch gut ...

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Seniorenpaar macht Nordic Walking. Bild: IMAGO / Axel Weiss / imago sportfotodienst

© Nicht definiert

Sydney (dpa/tmn). Na, haben Sie Ihr Soll schon voll? Nicht wenige Menschen checken auf Fitnesstracker oder Smartwatch, ob sie die “magische Zahl” von 10.000 Schritten pro Tag erreicht haben - denn die gilt gemeinhin als gesundheitsfördernd. Oder galt - denn eine neue Metaanalyse zeigt: Täglich 7.000 Schritte zu gehen, kann das Risiko für eine Vielzahl chronischer Krankheiten deutlich senken. 

Ein internationales Forschungsteam um Prof. Melody Ding von der University of Sydney wertete Daten aus 57 Studien mit insgesamt über 275.000 Teilnehmenden aus. Analysiert wurden unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Krebs, Demenz, depressive Symptome sowie Stürze und allgemeine Sterblichkeit. Die systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse wurde gerade in der Fachzeitschrift The Lancet Public Health veröffentlicht (Onlinepublikation vom 23. Juli 2025). Die Forschenden berichten:

Im Vergleich zu Menschen mit nur 2.000 Schritten pro Tag war bei jenen mit 7.000 Schritten das Risiko für

  • frühen Tod um 47 Prozent,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 Prozent,
  • Depressionen um 22 Prozent,
  • Demenz um 38 Prozent
  • und Stürze um 28 Prozent reduziert.

Siebentausend Schritte sollst du geh'n...

“Unsere Ergebnisse zeigen, dass selbst moderate tägliche Schrittzahlen mit erheblichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden sind”, so die Autorinnen und Autoren. Die Studienlage spreche dafür, “7.000 Schritte als realistischeres und dennoch wirkungsvolles Ziel zu empfehlen”. Jeder Schritt zählt, lautet eine zentrale Botschaft der Forschenden. Auch schon ein Anstieg von 2.000 auf 4.000 Schritte täglich senke das Sterberisiko um 36 Prozent. Besonders für Menschen mit wenig Bewegung könne es motivierend sein, sich niedrigschwellige Ziele zu setzen.

Mehr geht immer, aber ist es auch besser?

Schrittzähler oder Fitness-Tracker könnten laut der Forschenden eine sinnvolle Ergänzung bestehender Bewegungsempfehlungen darstellen – gerade weil sie das abstrakte Ziel “mehr bewegen” konkret fassbar machen. Obwohl ein tägliches Ziel von 10.000 Schritten seit Jahren propagiert wird, zeigen die Daten, dass bereits 7.000 Schritte pro Tag ein effektiver Schwellenwert sind – darüber hinaus steigt der gesundheitliche Nutzen zwar weiter, aber weniger stark. Bedeutet: Wer täglich rund 7.000 Schritte geht, tut bereits viel für seine Gesundheit – und darf sich jedes Plus an Bewegung als Extra-Gewinn verbuchen.

Allerdings: Die Studie ist nicht umfassend und das Thema längst nicht abgeschlossen. Die Evidenz für die meisten untersuchten Zusammenhänge gilt als moderat. Derzeit fehlen noch detaillierte Analysen für bestimmte Altersgruppen oder Begleiterkrankungen, so die Wissenschaftler, daher sei weitere Forschung notwendig. Die 10.000-Schritte-Empfehlung hat übrigens keine wissenschaftliche Grundlage. Sie stammt aus den 1960er-Jahren, als ein japanisches Unternehmen einen Schrittzähler mit diesem Wert bewarb.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

In Frankfurt treffen sich ab Mittwoch rund 1000 Altersmediziner und Altersforscher. Ein Thema des Kongresses ist die Suche nach dem ewigen Leben.

Time
2 Minuten

Lungenkrebs-Screening für Raucher, Früherkennung für Brust und Darm: Mehr als eine halbe Million Menschen erkrankt jährlich an Krebs. Was man tun kann und was sich für Versicherte geändert hat.

Time
4 Minuten

Die Krankenkasse kündigt eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst an? Das kann Krankengeld und sogar den Job kosten. Was Arbeitnehmer wissen sollten.

Time
2 Minuten

Wer betreut die im Haushalt lebenden Kinder während einer Reha-Maßnahme? Die Deutsche Rentenversicherung kann helfen.

Time
5 Minuten

Halsweh, Schnupfen, vielleicht Fieber: Welches Virus legt mich lahm? Seit der Pandemie wollen es viele genau wissen.

Time
3 Minuten

Nicht jede Demenzerkrankung lässt sich verhindern. Doch schon kleine Dinge stärken das Gehirn und senken das Risiko für krankhafte Veränderungen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026