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Elektronische Patientenakte: Viele Versicherte noch misstrauisch

Laut einer Umfrage glaubt offenbar nur jeder Zweite, dass seine Daten in der ePA sicher sind.

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Chip auf einer Krankenversichertenkarte. Bild: IMAGO / Rainer Unkel /  imago stock&people

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München (tö). Viele gesetzlich Krankenversicherte misstrauen noch immer der elektronischen Patientenakte (ePA). Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Wochenzeitung ZEIT in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Infas. Demnach vertrauen 54 Prozent der knapp 1000 Befragten darauf, dass ihre Gesundheitsdaten in der kommenden ePA für alle sicher aufgehoben wären. Umgekehrt heißt das aber auch: Fast jede und jeder Zweite steht der elektronischen Patientenakte offenbar kurz vor dem bundesweiten Start am 29. April eher misstrauisch gegenüber. In der ePA sollen sich verschiedene Informationen zu Erkrankungen wie zum Beispiel Arztbriefe, Operationsbefunde, Bildbefunde wie Röntgenbilder oder auch die elektronische Medikationsliste speichern lassen. 

Auffällig an diesem Ergebnis ist, dass sich die Umfragewerte eher verschlechtert haben. Derzeit wird die ePA eingeführt, zuerst in verschiedenen Modellregionen (Franken, Hamburg, Teile Nordrhein-Westfalens), dann bundesweit. Vor zwei Jahren, als man davon noch weit entfernt war, waren die Bürger und Bürgerinnen bei diesem Thema noch deutlich positiver gestimmt. Damals hielten in einer Bürgerumfrage der Bertelsmann Stiftung noch drei von vier Befragten die geplante Einführung der ePA für eine gute Sache. Vor einem Jahr gaben in einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sogar mehr als zwei Drittel der Befragten an, die ePA in Zukunft nutzen zu wollen. 

Woher das Misstrauen kommt, lässt sich nur vermuten: Immer wieder gab es Berichte über Sicherheitslücken oder technische Probleme. Hinzu kommt: Bundesweit wurden inzwischen mehr als 70 Millionen elektronische Patientenakten für gesetzlich Versicherte angelegt, doch das System ist noch nicht aktiv. Die nationale Agentur für digitale Medizin (Gematik) hatte den Beginn des zweiten Quartals als möglichen Termin für das Roll-out genannt, ohne ein genaues Datum zu nennen.

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