München (dpa/tmn). Wer unter erhöhten Harnsäurewerten oder an Gicht leidet, sollte keine oder nur geringe Mengen an Linsen verzehren. Grund seien die enthaltenen Purine, die beim Abbau Harnsäure entstehen lassen, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Eine günstige Wirkung entfalten Linsen dagegen bei Menschen, die mit Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten zu kämpfen haben.
Linsen: viele gesunde Inhaltsstoffe
Denn wie die meisten Hülsenfrüchte seien Linsen reich an wertvollen Inhaltsstoffen, wie B-Vitaminen, Eisen, Calcium und Ballaststoffen. Getrocknete Linsen enthalten mehr als 20 Prozent Eiweiß, gegart sind es immerhin noch zwischen fünf und neun Prozent.
„Ergänzt man Linsengerichte mit Getreide, Brot oder Nudeln, ist der Körper auch ohne Fleisch oder Milchprodukte mit allen notwendigen Eiweißbausteinen versorgt“, sagt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. Linsen seien deshalb auch in der veganen Küche beliebt. Gerichte wie Linseneintopf oder Linsensalat sättigen anhaltend und können die Verdauung anregen.