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Ist Lesen bei Schummerlicht wirklich schlecht für die Augen?

„Mach' dir Licht an, du verdirbst dir die Augen!“: Das ist ein typischer Eltern-Satz. Kann das Lesen bei schlechten Lichtverhältnissen wirklich dem Sehvermögen schaden? Nachgefragt beim Experten.

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Seniorin liegt auf dem Sofa und liest lächelnd ein Buch. Bild: IMAGO / Westend61 / Emma Innocenti

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Siegburg (dpa/tmn). Mit einem Roman auf dem Sofa versackt, nun dämmert es langsam. Doch der Lampenschalter gerade nicht in Griffweite und das Kapitel gerade so spannend?

Dann kommt hier eine (halbe) gute Nachricht: Wer bei schlechtem Licht liest, riskiert keine langfristigen Augenschäden. „Dadurch entstehen weder Augenerkrankungen noch verschlechtern sich die Sehwerte“, sagt Seleman Bedar, ärztlicher Leiter des OSG Augenzentrums Siegburg.

Dennoch gibt es einen unerwünschten Effekt, den man sich durch das Lesen im Schummerlicht möglicherweise einkauft: Kopfschmerzen. Die Erklärung: „Bei schlechten Lichtverhältnissen beanspruchen wir das Auge mehr“, so der Augenarzt. Die kleinen Muskeln in unseren Augen müssen mehr arbeiten und können dadurch schneller ermüden – das kann zu Kopfweh führen. Wer sich das ersparen will, knipst also besser das Licht an. 

Wer unbedingt das Licht anknipsen sollte

Besonders eine Gruppe Menschen sollte darauf achten, in einer gut ausgeleuchteten Umgebung zu lesen: Patientinnen und Patienten mit einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD). 

Bei dieser häufigen Augenerkrankung lässt nach und nach die Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens ab. „Dieses Krankheitsbild führt dazu, dass Patienten mehr und mehr Probleme haben beim Lesen. Eine gute, helle Beleuchtung verbessert häufig die Lesefähigkeit deutlich“, sagt Seleman Bedar.


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