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Krankenkassen erwarten 2022 höheres Minus in der Pflegeversicherung

Der Beitragssatz müsse womöglich um 0,2 Beitragssatzpunkte angehoben werden, warnt der Spitzenverband.

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Berlin (dpa). Die Krankenkassen rechnen für dieses Jahr mit einem nochmals deutlich höheren Minus in der Pflegeversicherung. „Nach unseren Schätzungen erwarten wir dieses Jahr ein Defizit von circa 2,5 Milliarden Euro“, sagte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, dem Nachrichtenportal „ThePioneer“. Darin seien weitere Reformmaßnahmen sowie eine Verlängerung des Corona-Rettungsschirms und der Testaufwendungen über den März hinaus noch nicht enthalten, „Wenn nichts passiert, wäre eine Beitragssatzanhebung um 0,2 Beitragssatzpunkte unausweichlich.“

Defizit nagt an gesetzlicher Mindestreserve

Im vergangenen Jahr fiel das Defizit mit 1,35 Milliarden Euro etwas niedriger als prognostiziert aus. Zwar könne dies gerade noch durch die Rücklagen ausgeglichen werden, sagte Kiefer. Es sei dann aber nur noch die gesetzliche Mindestreserve von circa 1,5 Monatsausgaben übrig: „Damit ist das Ende der Fahnenstange erreicht.“ Anfang des Jahres hatte Kiefer noch mit einem Defizit von knapp zwei Milliarden Euro für 2021 gerechnet und eine erforderliche Beitragserhöhung von 0,3 Prozentpunkten im ersten Halbjahr genannt, um die Finanzierung sicherzustellen.

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