Ihre-Vorsorge Logo

Limo, Eistee, Cola: So sehr zahlen sie aufs Zuckerkonto ein

Hand aufs Herz: Wissen Sie zumindest grob, wie viele Würfelzucker in einer Flasche Cola oder einer Dose Limonade stecken? Verbraucherschützer haben es ausgerechnet.

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Jugendlicher trinkt einen Energydrink aus der Dose. Bild: IMAGO / Schöning / imago stock&people

© Nicht definiert

Düsseldorf (dpa/tmn). Trinkpäckchen, Getränkedose und Kronkorken-Flasche haben eines gemeinsam: Haben wir sie einmal geöffnet, trinken wir sie meist leer. Verschließen geht ja nicht.  
Diese süße Erfrischung durch Cola, Limonade oder Eistee zahlt allerdings ordentlich aufs Zuckerkonto ein. „Viele Erfrischungsgetränke liefern bereits mit einer einzigen Dose oder Flasche einen großen Teil der Zuckermenge, die täglich möglichst nicht überschritten werden sollte“, so Katrin Böttner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale NRW.  

Dazu kommt: Die Getränke machen kaum satt und liefern keine wichtigen Nährstoffe. Sie sind das, was Ernährungsexperten „leere Kalorien“ nennen. Und: Wir schlürfen sie oft nebenbei – ohne uns der großen Zucker-Portion bewusst zu sein.  

12 Zuckerwürfel in einer Flasche Cola  

Doch wie viel Zucker steckt nun in den Getränken? Die Verbraucherzentrale NRW hat sich für einen Marktcheck den Zuckergehalt von 23 nicht wiederverschließbaren Limos, Colas und Eistees angeschaut. Der geringste Gehalt pro 100 Milliliter liegt bei 4,3 Gramm, der höchste bei 11 Gramm.  

Dieser Zucker-Spitzenreiter ist eine Cola. Sie wird in 330-Milliliter-Flaschen verkauft, womit über 36 Gramm Zucker pro Portion zusammenkommen. Oder wie die Verbraucherschützer „übersetzen“: stolze 12,1 Zuckerwürfel. So ist bereits mit einem Getränk ein Großteil der Zuckermenge voll, zu der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) am Tag höchstens raten. 

Wie viel Zucker am Tag? Das sind die Empfehlungen  

Die Empfehlung der Institutionen lautet: Am Tag sollten wir weniger als zehn Prozent des Energiebedarfs durch freien Zucker decken. Idealerweise sind es sogar nur fünf Prozent. Was das konkret heißt:  

  • Ein Erwachsener mit einem durchschnittlichen Energiebedarf von 2000 Kilokalorien sollte demnach maximal 50 Gramm freien Zucker am Tag konsumieren (besser nur 25 Gramm) 
  • Kinder zwischen vier und sechs Jahren sogar nur höchstens 35 Gramm (besser nur 17,5 Gramm). 

Als sogenannter freier Zucker gilt dabei Zucker, der Produkten zugesetzt wird – und solcher, der in Fruchtsäften, Honig und Sirupen vorkommt. Zucker, den wir über Obst zu uns nehmen, zählt nicht dazu.  

Warum diese Empfehlungen? Ein übermäßiger Zuckerkonsum kann das Risiko für Krankheiten wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, heißt es von der Uniklinik der RWTH Aachen. Auch die Darmflora kann durch einen hohen Zuckerverzehr aus dem Takt geraten, was sich auch auf das psychische Wohlbefinden auswirken kann.  

Süßschwelle senken – etwa mit Tee-Saft-Schorle  

Hin und wieder darf ein Spaßgetränk natürlich sein. Die Verbraucherzentrale NRW rät allerdings dazu, Limos und Co. lieber in wiederverschließbaren Flaschen oder Packs zu kaufen. Dann hat man zumindest die Option, nach einem kleinen Glas Schluss zu machen.  

Langfristig ist eine gute Idee, sich an weniger süße Getränke zu gewöhnen. Wer mit purem Wasser nicht so viel anfangen kann, kann auch mit selbst gemischten Saftschorlen den Durst löschen.  

Die Formel dafür lautet: drei Teile Wasser, ein Teil Saft. Wer mag, kann den Wasser-Anteil auch durch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees ersetzen. „Pfefferminztee harmoniert zum Beispiel gut mit Apfel- oder Orangensaft“, schlagen die Verbraucherschützer vor. 


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Manchmal reicht das Einatmen von kühler Luft und schon zieht es fies. Wer empfindliche Zähne hat, fragt sich: Was kann ich dagegen tun? Experten geben zum Teil überraschende Tipps.

Time
2 Minuten

Weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht? Experten zufolge ist das zu kurz. In Deutschland trifft das aber auf viele Menschen zu. Vor allem eine Gruppe ist betroffen, wie eine Untersuchung zeigt.

Time
3 Minuten

Eine Übersichtsstudie zeigt: E-Zigaretten helfen mehr Rauchern beim Ausstieg als andere Methoden. Doch sind sie wirklich die beste Art zum Aufhören? Krebsforscher bleiben kritisch.

Time
2 Minuten

Die Behandlung mit Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro kostet mehrere Hundert Euro im Monat. Eine Kostenübernahme könnte die GKV mit Milliarden belasten, warnt Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands.

Time
2 Minuten

Neue Funktionen sollen die elektronische Patientenaktie attraktiver machen. Welchen konkreten Nutzen bringt das den Versicherten?

Time
2 Minuten

Mehr als 35.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einer Sepsis. Wie Sie die Warnzeichen selbst erkennen können – und warum schnelle Hilfe Leben rettet.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026