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Immer mehr Reha-Leistungen wegen psychischer Erkrankungen

Rentenversicherung: Die zunehmende Entstigmatisierung von seelischen Leiden führt „zu mehr Diagnosen und Therapien“.

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Immer mehr Reha-Leistungen wegen psychischer Erkrankungen

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München (tö). Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen seit der Jahrtausendwende wegen einer psychischen Erkrankung Rehabilitations-Leistungen in Anspruch. Dies geht aus dem kürzlich neu veröffentlichten Reha-Atlas der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor. So zeigen Analysen über die Krankheitsbilder der Rehabilitation, dass der Anteil der medizinischen Reha-Leistungen aufgrund psychischer Erkrankungen von etwa 15,3 Prozent im Jahr 2000 auf 20,5 Prozent im Jahr 2024 gestiegen ist.

Auffällig sind bei der Nutzung die großen Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die DRV zählte 2024 fast 830.000 abgeschlossene Leistungen in der stationären Rehabilitation. Häufigster Grund für diese Form der Reha war eine orthopädische Erkrankung mit einem Anteil bei Frauen wie Männer von 32 bis 33 Prozent. An zweiter Stelle kommt bereits die Indikationsgruppe „Psychosomatik und Psychotherapie“, hier aber entfiel auf Frauen ein Anteil von 24 Prozent, auf Männer von gut 14 Prozent. 

Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen nimmt ab

Die DRV Bund nannte verschiedene Gründe für den Anstieg: „Beispielsweise werden psychische Erkrankungen heute viel besser erkannt und damit auch häufiger diagnostiziert.“ Gleichzeitig führe „eine zunehmende Entstigmatisierung zu mehr Diagnosen und Therapien“. Außerdem könnten „gesellschaftliche Veränderungen wie die Verdichtung der Arbeitswelt, Krisen oder der Klimawandel Stressfaktoren darstellen, die psychische Erkrankungen begünstigen können. Die Verdichtung der Arbeit hat beispielsweise zu einer höheren Arbeitsbelastung des Einzelnen geführt“, teilte die DRV Bund auf Anfrage von ihre-vorsorge.de. 

Rehabilitation zeigt eindeutig positiven Effekt

Die Rentenversicherung hatte bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass auch immer mehr Menschen eine Erwerbsminderungsrente wegen psychischer Probleme, wie Angststörungen, Depressionen, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit bekommen. Die Deutsche Rentenversicherung hat deshalb die Zahl der Behandlungsplätze für eine spezifische medizinische Rehabilitationen für Versicherte mit psychischen Erkrankungen ausgebaut. Nach früheren Erhebungen der Rentenversicherung haben solche Reha-Leistungen „eindeutig einen positiven Effekt“. So beziehen auch zwei Jahre nach einer Reha wegen psychischer Störungen lediglich 17 Prozent der Betroffenen eine Erwerbsminderungs- oder Altersrente. „Somit ermöglicht eine Rehabilitation vielen psychisch erkrankten Versicherten dauerhaft erwerbstätig zu bleiben.“ Darüber hinaus beuge eine solche Reha „der Chronifizierung der Erkrankung vor und ist mit einer besseren Lebensqualität verbunden“, heißt es bei der DRV


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