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Sonnencreme: Worauf Sie achten sollten

Sonnencremes können Sonnenbrand vorbeugen. Aber sie schützen nicht unbegrenzt – und auch nicht sicher vor Hautkrebs. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Sonnenschutz.

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Sonnencreme: Worauf Sie achten sollten

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Düsseldorf (vz/as). Wenn man braun wird, ist das ein Zeichen dafür, dass die Haut versucht, sich gegen die Strahlen zu schützen. Das kann sie – je nach Hauttyp – jedoch nur etwa 5 bis 30 Minuten durchhalten. Danach entsteht die als Sonnenbrand bekannte Hautrötung. Sonnencremes schützen eine Zeit lang davor – aber nicht vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung, da sie noch einen Teil der UV-Strahlung durchlassen, wie die Verbraucherzentrale in ihrem aktuellen Wissens-Artikel zum Thema Sonnenschutz ausführt.

Auf den Lichtschutzfaktor kommt es an

Mit Hilfe eines Sonnenschutzmittels werden die UV-Strahlen teilweise reflektiert oder umgewandelt. UV-Strahlung wird unterteilt in kurzwelligere UV-B-Strahlung, die für den Sonnenbrand verantwortlich ist, und langwelligere UV-A-Strahlung, die tiefer in die Haut eindringt, die Hautalterung beschleunigt, sowie zur Entstehung von Altersflecken und Hautkrebs beitragen kann.

Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF, gibt ausschließlich den Schutz vor UV-B-Strahlung an. Der Faktor besagt, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, ohne einen sichtbaren Sonnenbrand in Form einer Hautrötung zu bekommen.

So berechnet sich die persönliche Schutzzeit vor Sonnenbrand

Die eigene Schutzzeit mithilfe des Lichtschutzfaktors zu berechnen, ist nicht ganz einfach. Dazu muss man seine individuelle Eigenschutzzeit kennen. Diese hängt vom eigenen Hauttyp ab. Würde man zum Beispiel ohne Sonnenschutz höchstens zehn Minuten in der Sonne bleiben können und Lichtschutzfaktor 10 verwenden, würde dieser Zeitraum auf mehr als eineinhalb Stunden verlängert (10 Min. x LSF 10 = 100 Min.).

Aber Achtung: Diese theoretisch errechnete Zeit sollte man nie bis zur letzten Sekunde ausnutzen, sondern um etwa ein Drittel verringern. Zu empfehlen sind bei Lichtschutzfaktor 10 und einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten also nicht 100 Minuten, sondern etwa 60 Minuten Sonnenbad.

Wie schützt man sich am besten vor der Sonne?

Die besten Tipps:

  • In den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr ist die Strahlungsintensität am höchsten. Daher sollte man sich in dieser Zeit im Schatten oder in Gebäuden aufhalten.
  • Schatten oder hautbedeckende Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille bieten den besten Schutz. Bei starker Sonnenstrahlung sollte unbedeckte Haut mit Sonnencreme vor Sonnenbrand geschützt werden.
  • Sonnencreme beugt nur eine begrenzte Zeitdauer Sonnenbrand vor. Achtung: Dazu muss das Mittel reichlich und lückenlos aufgetragen werden, denn der angegebene Lichtschutzfaktor wird anhand einer dicken Cremeschicht (2 Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut) bestimmt. Reichlich bedeutet: rund 3 bis 4 Esslöffel für den ganzen Körper.
  • Mehrmaliges Eincremen verlängert die Schutzdauer nicht. Es ist aber sinnvoll, sich etwa alle 2 Stunden erneut einzucremen, um den bestehenden Schutz aufrecht zu erhalten. Ist die empfohlene Zeit abgelaufen, hilft nur eine Sonnenpause, bis die Haut sich wieder erholt hat. Auch wenn auf der Sonnencreme „wasserfest“ steht, sollte man diese nach dem Baden oder Abtrocknen nochmal neu auftragen.
  • Durch UV-Schutzbadekleidung lässt sich der Chemikalieneintrag aus Sonnencreme in die Meere und andere Badegewässer verringern und der Hautschutz verbessern.

Was gilt es bei Sonnencremes zu beachten?

Sonnencremes mit organisch-chemischen Filtern können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen, ebenso Duft- und Konservierungsstoffe. Einige der zugelassenen UV-Filter stehen außerdem im Verdacht, unser Hormonsystem zu stören. Alle organisch-chemischen UV-Filter sind in zertifizierter Naturkosmetik verboten.

Mineralische Filter werden häufig als winzig kleine Nano-Teilchen eingesetzt. Dann findet man unter „Ingredients“ einen entsprechenden Hinweis, zum Beispiel Titanium dioxide (nano). Über die gesunde Haut können nanoteilige Lichtschutzfilter nicht aufgenommen werden. Unklar ist noch, wie sich die Nano-Teilchen auf geschädigter Haut verhalten und inwieweit sie die Umwelt schädigen.

Wer Nano-Partikel meiden möchte, sollte also einen Blick auf die Inhaltsstoffliste werfen. Nano-Teilchen sollten nicht in fein versprühbaren Sonnenschutzmitteln enthalten sein, weil die winzigen Partikel sonst eingeatmet werden könnten.

Welche Sonnencreme sollte man nicht nehmen?

Bei Sonnenschutzmitteln von Händlern mit Sitz außerhalb der EU ist höchste Vorsicht geboten. Ein deutsches Unternehmen kaufte sechs Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor auf der Plattform Temu und beauftragte ein Labor mit der Untersuchung. Dieses zeigte jedoch, dass keines dieser Produkte vor Sonnenstrahlung schützt. ÖKO-Test veröffentlichte die Ergebnisse: Bei zwei Produkten waren keine UV-Filter in der Inhaltsstoffliste angegeben, bei vier waren zwar UV-Filter auf der Verpackung deklariert, aber im Produkt nicht vorhanden.

Sonnencreme ohne UV-Filter bietet keinen ausreichenden Schutz vor Strahlung und sollte auf keinen Fall verwendet werden. Trends wie Rindertalg (oft „Tallow“ genannt) als Sonnenschutz zu verwenden, sind gefährlich für die Haut. Auch pflanzliche Öle allein haben bestenfalls nur eine sehr geringe Schutzwirkung und schützen nicht ausreichend vor intensiver Strahlung.


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