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Thrombose vorbeugen: Was hilft bei langen Reisen?

Wer lange im Flugzeug oder Bus unterwegs ist, kann schwere Beine und geschwollene Knöchel bekommen. Langes Sitzen kann auch zu einer Thrombose führen - und schlimmstenfalls sogar zum Tod. Tipps zum Vorbeugen.

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Junge Frau telefoniert im Wartebereich einer Abflughalle. Bild: IMAGO / Panthermedia

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Stuttgart (dpa/tmn). Wer im Flieger oder Bus am Fenster sitzt, ist besonders gefährdet, eine Thrombose zu bekommen - weil Reisende auf diesen Plätzen kaum aufstehen. “Wer hingegen den Gangplatz hat, muss häufiger seinen Sitznachbarn mal herauslassen. Die Bewegung hilft, einem Blutstau vorzubeugen”, sagt Prof. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin.

Eine Thrombose entsteht, wenn der Blutfluss in den Venen gestaut ist. “Auch junge, gesunde Menschen und Sportler können durch langes Sitzen eine Thrombose bekommen”, sagt der Reisemediziner. Oft schmerzen dann die Beine und sind geschwollen. 

“Wer eine Thrombose hat, muss eigentlich mehrere Tage liegen, bis sich das Blutgerinnsel zurückbildet hat.” Sonst kann es richtig gefährlich werden. Typischer Fall: Nach einem langen Flug steht ein Reisende auf, ignoriert seine schmerzenden Beine, läuft zum Gepäckband und fällt dort tot um. 

“Das passiert, weil sich durch die Bewegung der Muskeln das Blutgerinnsel plötzlich löst. Es wandert dann über das Herz in die Lunge. Dort kommt es zu einer Lungenembolie. Im schlimmsten Fall endet die Thrombose also mit einem sehr schnellen Tod”, sagt Jelinek.

So kann man Thrombosen vorbeugen

Doch keine Sorge, eine Thrombose lässt sich einfach verhindern. “Viel Trinken, etwa Wasser oder Tee, sowie Bewegung helfen”, sagt Jelinek. Außerdem sollten Reisende Thrombosestrümpfe tragen. “Das ist grundsätzlich für jeden empfehlenswert, wenn eine Reise länger als vier Stunden dauert - bei sechs Stunden definitiv”, sagt der Reisemediziner. 

“Personen mit erhöhtem Risiko sollten sie auch auf kürzeren Reisen tragen - wer etwa geschädigte Gefäße oder ein schwaches Herz hat, oder schon eine Thrombose hatte”, sagt Jelinek. 

Was bewirken die Strümpfe? Sie drücken das oberflächliche Gewebe zusammen. “Das führt dazu, dass der Blutfluss in den Venen verbessert wird. Das kann man sich vorstellen wie ein Fluss, der begrenzt wird und dadurch wieder schneller fließt.”

Worauf muss man beim Kauf von Thrombosestrümpfen achten?

Reisende, die kein erhöhtes Risiko haben, können Thrombosestrümpfe der Klasse eins tragen. “Diese Strümpfe sind vergleichsweise komfortabel. Sie gehen bis zum Knie und lassen sich ohne Probleme anziehen”, so Jelinek. 

Reisende mit erhöhtem Risiko greifen im Laden besser zu Strümpfen der Klasse zwei. "Sie können vor der Reise mit ihrem Arzt Rücksprache halten, ob sie Blutverdünner verschrieben bekommen, empfiehlt Jelinek.

Übrigens: Aspirin hilft nicht, eine Thrombose zu verhindern. “Der Wirkstoff ist gut, um einem Herzinfarkt vorzubeugen. Er wirkt nur im arteriellen Schenkel. Funktioniert aber nicht gut, wenn es darum geht, das Blut in den Venen zu verdünnen”, so der Reisemediziner.

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