Ihre-Vorsorge Logo

Warnzeichen erkennen: Wie fühlt sich ein Herzinfarkt an?

Da ist ein heftiger Druck auf der Brust, als würde darauf ein Elefant stehen? Das ist ein Warnzeichen für einen Herzinfarkt. Es gibt aber auch subtilere Symptome, die man schnell verwechselt.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Notarztwagen im Einsatz. Bild: IMAGO / CHROMORANGE

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute: “Time is Muscle” (Zeit ist Muskel) lautet für Medizinerinnen und Mediziner das Motto. Denn bei einem Infarkt sorgt ein Gefäßverschluss dafür, dass der Herzmuskel nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. Je länger dieser Zustand anhält, desto mehr Herzmuskelgewebe stirbt ab - es droht eine Herzschwäche. Tückisch ist auch, dass ein Herzinfarkt jederzeit in ein Kammerflimmern übergehen kann. Das Herz schlägt dann völlig chaotisch - über 300-mal pro Minute. Innerhalb weniger Sekunden droht dann ein Herzstillstand. 

Doch was sind die Warnzeichen, bei denen man unbedingt an einen Herzinfarkt denken - und schnell medizinische Hilfe holen - sollte? Die Deutsche Herzstiftung, der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände liefern einen Überblick: 

  • Ein Warnzeichen sind plötzlich einsetzende starke Schmerzen im Brustkorb. Sie zeigen sich im Ruhezustand und dauern länger als fünf Minuten an. Oft sitzen sie ausschließlich hinter dem Brustbein. 
  • Die Schmerzen können dabei auch in andere Bereiche des Körpers ausstrahlen. Etwa in die Arme, wobei der linke Arm eher betroffen ist als der rechte. 
  • Auch Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer und Schulterblätter können schmerzen. 
  • Hier zeigt sich bei Frauen eine Besonderheit: Bei ihnen strahlt der Brustschmerz oft in Rücken und Oberbauch aus - es besteht Verwechslungsgefahr mit Magenschmerzen. 

Apropos Verwechslungsgefahr: Ein Herzinfarkt kann auch für ein starkes Brennen im Brustkorb sorgen, das sich ähnlich wie Sodbrennen anfühlt. Typisch zudem ist ein massives Gefühl von Enge und ein heftiger Druck - Betroffene berichten oft von einem “Elefant auf der Brust”. 

Herzinfarkt: Es kann Vorboten geben

Ein Herzinfarkt kommt in vielen Fällen aus heiterem Himmel - aber nicht immer. Die Deutsche Herzstiftung verweist auf Daten, aus denen hervorgeht, dass rund die Hälfte der Patientinnen und Patienten 24 bis 48 Stunden vor dem Infarkt Vorboten erlebt. Typisch sind dabei kurze Phasen von Brustkorbenge oder ein kurzes Brennen hinter dem Brustbein - einige Betroffene wachen nachts mit diesen Beschwerden auf. 

Wer hinter seinen Beschwerden einen Herzinfarkt vermutet, sollte keine Scheu haben, den Notruf unter der Nummer 112 zu wählen. Wichtig: Wer sich zum Notruf nicht durchringen kann, sollte sich auf keinen Fall selbst ans Steuer setzen, um die nächste Klinikambulanz aufzusuchen, warnt die Deutsche Herzstiftung. In diesem Fall gilt: sich unbedingt fahren lassen. 

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Das jährliche DAK-Präventionsradar zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche fühlen sich erschöpft. Da verwundern die schlechten Pisa-Ergebnisse wenig, meint die Krankenkasse.

Time
3 Minuten

Kiffen ist inzwischen mit vielen Auflagen für Erwachsene erlaubt. Zugleich wächst der Markt für Cannabis als Medikament stark. Der neue Minister will dem einen Riegel vorschieben.

Time
2 Minuten

Hat die Apotheke um die Ecke noch auf? Und hilft sie auch bei Videosprechstunden mit Ärzten? Und was noch? Ein Angebot der Apothekerverbände gibt schnellen Überblick.

Time
2 Minuten

Nicht nur Smartphones und Tastaturen sind echte Keimschleudern: Wie Sie mit einfachen Hygienetipps Krankheitserreger im Büroalltag und auf der Baustelle reduzieren können.

Time
2 Minuten

Traurig, gereizt, freudlos – nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression. Aber wenn sich Symptome häufen, kann das durchaus ein Hinweis sein. Gut, dass es Hilfe gibt.

Time
4 Minuten

Kopfschmerzen, Rücken, Erkältungsbeschwerden: ein rezeptfreies Schmerzmittel ist oft das erste Mittel der Wahl. Das heißt aber nicht, dass solche Medikamente harmlos sind.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026