München (tö). Ob süße Cola, knusprige Chips, cremiges Eis, Fertigpizza oder das vegane Schnitzel – industriell hergestellte Fertigkost ist beliebt, weil sie lange hält, teilweise recht günstig ist und vielen Menschen gut schmeckt. Doch Vorsicht: Die Stiftung Warentest hat nun eindringlich davon abgeraten, zu viel von den hochverarbeiteten Lebensmitteln zu verzehren. Die Warentester warnen: „Fertigkost ist praktisch, auf Dauer aber ungesund.“ Diese Art der Industriekost stehe „unter dringendem Verdacht, zahlreiche Krankheiten zu begünstigen“. Dies belegten zahlreiche wissenschaftliche Studien.
Die Stiftung verweist auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), auf deren Homepage der Hinweis zu finden ist: „Erwachsene, die viele stark verarbeitete Lebensmittel konsumieren, haben wahrscheinlich ein höheres Risiko für Übergewicht, Adipositas, Bluthochhochdruck, Typ-2-Diabetes und Herzkreislauf-Erkrankungen.“ Demnach wird in weiteren Untersuchungen darauf hingewiesen, dass hochverarbeitete Lebensmittel dazu beitragen können, das Risiko erhöhen, an Brust- und Darmkrebs, Depressionen oder Demenz zu erkranken. Auch sei Fertigkost „anfällig für Schadstoffe“, vor allem für krebserregende Substanzen.
Laut DGE nehmen die Menschen in Deutschland etwa die Hälfte ihrer Kalorien durch hochverarbeitete Lebensmittel auf. Ein Experiment, so die Warentester, zeige jedoch, dass Verbraucher, die nur Fertigkost zu sich nehmen, mehr essen und an Gewicht zulegen, als in der Testphase, in der sie wenig oder nichts Verarbeitetes zu sich nehmen. Die Stiftung empfiehlt deshalb: „Je weniger Hochverarbeitetes, desto besser“ und rät stattdessen mehr selbst aus Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Fisch und Fleisch zu kochen, um den Verzehr von Fett, Zucker und Salz besser dosieren zu können. Außerdem empfehlen die Warentester zum Beispiel diese Alternativen:
Hochverarbeitet | Alternative |
|---|---|
Vollkorn-Toastbrot | Frisches Vollkornbrot |
Joghurt mit Fruchtaroma und Zucker | Naturjoghurt mit Früchten |
Orangenlimonade | Wasser mit etwas Saft |
Cola | Kalter Tee mit Zitrone |
Lyoner | Räuchertofu |
Kekse | Obst wie Honigmelone, Birne, Heidelbeere |
Schoko-Pops | Haferflocken mit Kakao |
Kartoffelchips | Nüsse |
Wiener Würstchen | Hühnerbruststreifen |
Veggi-Schnitzel | Gebratener Naturtofu |
Fischstäbchen | Fischfilet Natur |
Tiefkühlpizza | Überbackene Brotscheibe mit Zwiebel, Tomate, Käse |
Eiscreme | Gefrorenes Fruchtpüree |
