Berlin/Frankfurt am Main (sth). Eine bemerkenswert große Zahl vergleichsweise hoher Renten, aber auch viele niedrige Altersbezüge: Dieses Bild ergibt sich aus neuen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) über die gesetzlichen Altersrenten des Jahres 2024. Die Daten liegen ihre-vorsorge.de vor. Demnach hatten fast 45.000 (knapp 4,8 Prozent) der insgesamt rund 937.000 Altersrenten, die erstmals im Vorjahr gezahlt wurden, auch nach Abzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung noch eine Höhe von mindestens 2400 Euro. Knapp 100.000 neue Altersrenten (etwa 10,5 Prozent) waren mit einer Auszahlungshöhe von höchstens 300 Euro dagegen sehr niedrig.
Mehr als die Hälfte der neuen Altersbezüge mit einer Nettohöhe von mindestens 2400 Euro (rund 24.400) entfiel den DRV-Daten zufolge auf Rentnerinnen und Rentner, die mindestens 45 Versicherungsjahre auf ihrem Rentenkonto hatten ("Renten mit 63"). Aber auch etwa 11.000 Seniorinnen und Senioren, die wegen einer Versicherungszeit von weniger als 35 Jahren erst nach der persönlichen Altersgrenze (im Jahr 2024: 66 Jahre) in Rente gehen konnten, erhielten eine Rente in dieser Größenordnung. Dagegen erreichten Senioren, die als “langjährig Versicherte" mit mindestens 35 Versicherungsjahren in den Ruhestand traten, nur in etwa 6500 Fällen eine 2400-Euro-Monatsrente.
Der weitaus größte Teil der kleineren Altersrenten entfiel auf Bezüge, die auf einer relativ kurzen Versicherungszeit beruhten - zum Beispiel von Zugewanderten, die erst in der Mitte der Erwerbsphase nach Deutschland kamen. Dass der Bezug einer Kleinrente aber nur in vergleichsweise wenigen Fällen auf Altersarmut schließen lässt, betont die Bundesregierung in ihren Antworten auf entsprechende Anfragen von Bundestags-Politikern immer wieder. So erreichten mehr als 290.000 der rund 380.000 neuen Altersrenten, die erst ab der Regelaltersgrenze gezahlt wurden, eine Höhe von kaum mehr als 1000 Euro (netto). Dagegen bekamen mehr als 190.000 Seniorinnen und Senioren, die eine der etwa 269.000 neuen Altersrenten für besonders langjährig Versicherte beziehen, mit monatlich zwischen 1050 und 2100 Euro deutlich mehr überwiesen.
