Berlin (sth). Mit durchschnittlich 64,7 Jahren sind rentenversicherte Beschäftigte und Selbstständige in Deutschland im vergangenen Jahr in Rente gegangen. Damit stieg das Renteneintrittsalter gegenüber 2023 weiter um durchschnittlich 0,3 Jahre an, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht der Deutschen Rentenversicherung (DRV) für 2024. Ein wesentlicher Grund dafür ist dem Bericht zufolge die schrittweise Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre bis 2031. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag das Durchschnittsalter beim Renteneintritt noch bei 62,3 Jahren.
Auch die Zahl der Versicherungsjahre von Frauen stieg dem Bericht zufolge in den letzten Jahren deutlich. Kamen Frauen bei Beginn ihrer Altersrente im Jahr 2004 auf durchschnittlich 26,3 Versicherungsjahre, waren es 2024 bereits 37,7 Jahre. “Ein wichtiger Grund für den Anstieg ist besonders die erhöhte Erwerbsbeteiligung westdeutscher Frauen – wobei diese weiterhin deutlich geringer ausfällt als bei den ostdeutschen Frauen”, schreibt die DRV. Auch die schon seit Jahren nicht mehr bestehende Möglichkeit, die Altersrente bereits ab dem 60. Lebensjahr zu beziehen, trage zum Anstieg der Versicherungsjahre bei - “ebenso wie die erhöhte Anrechnung von Kindererziehungszeiten durch die sogenannte Mütterrente sowie das Anheben der Altersgrenzen”.
Im Schnitt 1.154 Euro Rente
Weitere Zahlen aus dem Jahresbericht: Im Schnitt erhielten Altersrentnerinnen und -rentner im vergangenen Jahr eine Rente von 1.154 Euro monatlich ausgezahlt (2023: 1.102 Euro) - Männer bekamen durchschnittlich 1.405 Euro, Frauen 955 Euro.
Der durchschnittliche Zahlbetrag der Erwerbsminderungsrenten ist im Rentenzugang 2024 auf rund 1.041 Euro gestiegen. 2023 lag der Betrag noch bei rund 1.001 Euro. Seit 2013 haben sich die durchschnittlichen Zahlbeträge der Erwerbsminderungsrenten um nahezu 70 Prozent erhöht. “Das ist unter anderem auf die Leistungsverbesserungen in den Jahren 2014, 2017 und 2018 mit einer erheblichen Verlängerung der Zurechnungszeit sowie einem späteren Renteneintrittsalter zurückzuführen”, heißt es in dem Bericht.
Die Rentenversicherung gab 2024 rund 402,8 Milliarden Euro aus (2023: 380), bei Einnahmen von rund 402 Milliarden (2023: gut 381). Etwa jeder Vierte im Land ist Rentnerin oder Rentner. Den Angaben zufolge waren es zum Stichtag 1. Juli 2024 insgesamt 21,4 Millionen - rund 200.000 mehr als im Jahr davor.
