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Digitale Vorsorge-Info könnte im Herbst 2022 kommen

Medienbericht: Bundesarbeitsministerium hat Entwurf für Gesetz zur individuellen Altersvorsorge-Übersicht auf den Weg gebracht.

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Digitale Vorsorge-Info könnte im Herbst 2022 kommen

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Berlin (sth). Eine digitale Übersicht über alle persönlichen Altersvorsorge-Maßnahmen scheint nach jahrelangen Vorarbeiten jetzt auf den Weg zu kommen. Laut einem Bericht von "Handelsblatt online" hat das Bundesarbeitsministerium einen Referentenentwurf für das bereits im Koalitionsvertrag vereinbarte Projekt vorgelegt. Der Entwurf sei allerdings noch nicht innerhalb der Bundesregierung abgestimmt, heißt es. Das Gesetz soll demnach zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Dem Bericht zufolge soll unter dem Dach der Deutschen Rentenversicherung (DRV) eine neu eingerichtete Zentrale Stelle für die Digitale Rentenübersicht angesiedelt werden. Sie solle ein elektronisches Portal aufbauen, heißt es weiter. Die Erprobung der digitalen Renteninformation könnte demnach 21 Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes beginnen, also im Oktober 2022.

Teilnahme der Altersvorsorge-Anbieter zunächst wohl freiwillig

Die Teilnahme der verschiedenen Altersvorsorgeanbieter – der gesetzlichen Rentenversicherung, betrieblicher Versorgungswerke oder privater (Lebens-)Versicherungen – solle zunächst freiwillig sein, schreibt die Web-Ausgabe der Zeitung weiter. Nach einer zwölfmonatigen Pilotphase solle der Regelbetrieb dann im Oktober 2023 starten. Die Vorsorgeanbieter könnten später aber verpflichtet werden, Daten an das zentrale Portal zu übermitteln, heißt es. Die Kosten dafür sollten sie selbst tragen.

Neben allgemeinen Angaben zum Vorsorgeprodukt sollen in der digitalen Vorsorge-Info offenbar – ähnlich wie in der Renteninformation der Rentenversicherung – die bisher erreichten und möglichen gesamten Versorgungsansprüche beziffert und zusammengefasst werden. "Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben ist mit der digitalen Renteninformation allerdings nicht verbunden", heißt es in dem Bericht. Aus  der Vorsorge-Info könnten "keine Ansprüche gegen die Vorsorgeeinrichtungen oder die Zentrale Stelle für die Digitale Rentenübersicht abgeleitet werden", zitiert das "Handelsblatt" aus dem Ministeriumsentwurf.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums, u.a. zur digitalen Rentenübersicht (pdf)

www.handelsblatt.com

Bericht von "Handelsblatt online" über die geplante digitale Vorsorgeinformation

https://gvg.org

Bericht über eine Veranstaltung der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung (GVG) zur geplanten säulenübergreifenden Altersvorsorgeinformation

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