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Erstmals drei Millionen Beschäftigte über 60 Jahren

BA: Trotz der Corona-Pandemie stieg die Zahl der Sozialversicherten zwischen 60 und der Regelaltersgrenze auch im zweiten Quartal 2020.

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Älterer Schreiner mit Schutzbrille arbeitet in seiner Werkstatt. Bild: IMAGO / Shotshop / Monkey Business 2

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Nürnberg/Bad Homburg (sth). Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über 60 Jahren ist im Juni 2020 erstmals über die Drei-Millionen-Grenze gestiegen. Nach aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) standen zu diesem Zeitpunkt 3,003 Millionen Frauen und Männer dieser Altersgruppe in einem regulären Arbeitsverhältnis – etwa 185.000 Arbeitnehmer mehr als ein Jahr zuvor und etwa 930.000 mehr als im Juni 2015. Der Anteil der Arbeitnehmenden zwischen 60 und 65 Jahren an allen Menschen dieser Altersgruppe kletterte den Angaben zufolge von 35,6 Prozent im Juni 2015 auf 46,0 Prozent im Juni vergangenen Jahres. Die Arbeitsmarktperspektiven älterer Beschäftigter und ihre Chancen, bis zur Altersgrenze arbeiten zu können, haben sich damit in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts insgesamt deutlich verbessert. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Entwicklung angesichts der seit einem Jahr anhaltenden Pandemie stabil bleibt.

Bezieht man bereits die über 55-Jährigen in die Gruppe älterer Beschäftigter ein, waren laut den BA-Daten im Juni 2020 mehr als sieben Millionen Menschen vor der damaligen Regelaltersgrenze von 65 Jahren und neun Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren rund 1,7 Millionen ArbeitnehmerInnen in dieser Altersklasse mehr als fünf Jahre zuvor. Dazu kommt ein weiteres Plus von knapp 100.000 Angestellten in der Gruppe der versicherungspflichtig Beschäftigten über der Regelaltersgrenze. "2019 hat die Bevölkerungsstärke der Altersgruppe der 55- bis unter 65-Jährigen zugenommen. Auch in den nächsten Jahren dürfte es in dieser Altersgruppe Anstiege geben", heißt es dazu im BA-Bericht "Arbeitsmarkt für Ältere".

Weiter Probleme für Arbeitslose über 50 Jahren

Zwar haben Arbeitnehmer, die nach dem 50. Geburtstag arbeitslos werden, nach Analysen von Arbeitsmarktforschern auch heute noch oft große Schwierigkeiten, eine neue Stelle zu finden – obwohl sie in aller Regel über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Dennoch können deutlich mehr Menschen im sechsten Lebensjahrzehnt als noch vor einem Jahrzehnt auf eine Beschäftigung bis zum Beginn des Ruhestands hoffen: Ende 2019 waren nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung 43,0 Prozent der Frauen und Männer, die im Jahr darauf in die (Alters-)Rente gingen, versicherungspflichtig beschäftigt. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor war der Anteil der NeurentnerInnen, die bis zum Rentenbeginn arbeiteten, nicht einmal halb so hoch (19,3 Prozent).

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