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"Gender Pension Gap europaweit ein Problem"

DIW-Studie zeigt Lösungsansätze für europäische Herausforderungen auf. Dazu zählt auch die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern.

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Kreis von Fahnenmasten mit europäischen Flaggen. Bild: IMAGO / YAY Images / fifg

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Berlin (sth). In vielen europäischen Ländern bekommen Frauen deutlich weniger Renten als Männer. Laut einer am Wochenende veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) beträgt die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern – der sogenannte Gender Pension Gap – in 18 der 28 EU-Mitgliedstaaten bis zu 69 Prozent. Die Geschlechterungleichheit beim Renteneinkommen sei "von besonderer Relevanz, da Frauen im Alter häufiger von sozialer Ausgrenzung und Altersarmut betroffen sind", warnt das DIW. Die große Diskrepanz stelle die Sozialsysteme der untersuchten Staaten "vor enorme Probleme". 

Berücksichtigt man nur Senioren, die selbst eine Rente beziehen, sei die durchschnittliche Geschlechter-Rentenlücke in den untersuchten 18 EU-Staaten mit Ausnahme von Estland "deutlich ausgeprägt", heißt es in der Studie. Sie falle aber "in skandinavischen und osteuropäischen Ländern geringer aus". Dagegen sei die Ungleichheit der Rentenbezüge in Luxemburg, Portugal, Deutschland und den Niederlanden am größten.

Bezieht man in den Vergleich der Rentenhöhen von Frauen und Männern alle Senioren ein, also auch diejenigen ohne eigenen Rentenanspruch, "bekommen Frauen in fast der Hälfte der 18 betrachteten EU-Länder im Durchschnitt weniger als 50 Prozent des jährlichen Renteneinkommens der Männer", schreiben die DIW-Forscher. Die größten Rentenlücken wiesen in diesem Fall Luxemburg, Spanien und Portugal auf. Auch in Slowenien, Österreich, Irland und Portugal steige die Rentenungleichheit zwischen den Geschlechtern nach dieser Betrachtung "erheblich an".

Mehr zum Thema:

www.diw.de

DIW-Studie zu den künftigen Herausforderungen der Europäischen Union (im pdf-Format, hier: S. 318-319) 

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