Ihre-Vorsorge Logo

„Häusliche Sorge in der gesetzlichen Rente anerkennen“

Alleinerziehenden-Verbände fordern von Ampel-Parteien, in Verhandlungen die Belange von Ein-Eltern-Familien stärker zu berücksichtigen.

Artikel vorlesen

Tags

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Mutter und Kind spielen auf dem Boden mit Bauklötzen. Bild: IMAGO / YAY Images / alenkasm

© Nicht definiert

Hilden (ots/sth). Bundesweite Alleinerziehenden-Verbände, -Vereine und Betroffene fordern von den möglichen Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP, die Belange von Ein-Eltern-Familien deutlicher in den Koalitionsverhandlungen zu berücksichtigen. In einem acht Punkte umfassenden Papier fordern sie von den Ampel-Parteien eine armutssichere Kindergrundsicherung, die Beendigung der steuerlichen Benachteiligung von Alleinerziehenden, kostenlose, flexible und hochwertige Kinderbetreuung, bezahlbares Wohnen und die Prävention von Altersarmut durch Anerkennung häuslicher Carearbeit in der gesetzlichen Rente sowie die Anhebung des Rentenniveaus.

„Die vor der Wahl in Aussicht gestellte Kindergrundsicherung muss nun kommen, und zwar armutssicher, um Kinderarmut wirksam entgegenzutreten“, erklärte Heidi Thiemann, geschäftsführende Vorständin der Stiftung Alltagsheldinnen, bei der Vorstellung des Papiers am Dienstag. Mit Blick auf die steuerliche Ungleichbehandlung Alleinerziehender sagt Esther Konieczny, Vorständin des Vereins Fair für Kinder e.V.: „Familie ist da, wo Kinder sind. Die bisherigen Regelungen stellen Ein-Eltern-Familien und Familien ohne Trauschein deutlich schlechter als Ehepaare. Das muss sich endlich ändern.“

Für Erhalt der Vielfalt von Umgangsmodellen in Trennungsfamilien

Neben sozialpolitischen und steuerrechtlichen Forderungen macht sich das Bündnis mit Blick auf Reformen im Familienrecht für den Erhalt der Vielfalt von Umgangsmodellen in Trennungsfamilien stark. „Familien leben in sehr verschiedenen Situationen und benötigen deshalb individuell passende Lösungen. Ein Wechselmodell als gesetzlichen Regelfall lehnen wir daher ebenso ab wie die gerichtliche Anordnung des Modells gegen den Willen eines Kindes oder Elternteils“, begründet Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des VAMV.

Darüber hinaus fordern die Alleinerziehenden-Verbände eine gesetzliche Neuregelung, die den Gewaltschutz stärkt: „Gemäß Istanbul-Konvention muss der Gewaltschutz gegenüber dem Umgangsrecht vorrangig behandelt und das Recht auf Gewaltfreiheit für gewaltbetroffene Elternteile und Kinder umsetzt werden“, erläutert Sybille Möller, Vorstandsvorsitzende der MIA – Mütterinitiative für Alleinerziehende.

Ein automatisiertes gemeinsames Sorgerecht ab Geburt lehnen die Verbände ebenfalls ab. Eine solche Regelung verlöre die Kinder von Eltern aus dem Blick, die nicht gemeinsam Entscheidungen treffen können. „Über 91 Prozent der Eltern treffen bereits heute im Geburtsjahr des Kindes die Entscheidung, miteinander für gemeinsame Kinder sorgen zu wollen“, heißt es in einer Mitteilung der Verbände.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Union und SPD streiten um Details bei der geplanten Rentenreform. Auch die Präsidentin des Sozialverbands und die Chefin der Rentenkommission beteiligen sich an der Debatte.

Time
1 Minuten

Bei einer Reha müssen Patientinnen und Patienten 10 Euro am Tag selbst tragen. Doch es gibt Ausnahmen und Grenzen.

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung verteidigt die Anbindung der Rente an die Löhne im Vergleich zu Anpassungen auf Basis einer Preisindexierung.

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026