Bochum/Essen (sth). Etwa 1,39 Millionen der knapp 6,8 Millionen gewerblich beschäftigten Minijobberinnen und Minijobber haben im zweiten Quartal des Jahres 2025 freiwillig Rentenbeiträge gezahlt und sich damit das komplette Leistungsangebot der Rentenversicherung gesichert. Der Anteil der rentenversicherungspflichtigen 556-Euro-Jobber lag damit bei mehr als 20,5 Prozent und war gegenüber dem Frühsommer 2024 (20,50 Prozent) kaum verändert. Das geht aus dem zweiten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale für 2025 hervor. Etwa 56 Prozent der Beschäftigten in Minijobs waren im Juni demnach Frauen, 44 Prozent Männer.
Von den knapp 259.000 Minijobberinnen und Minijobbern in Privathaushalten („Haushaltshilfen“), die für eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich höhere Eigenbeiträge zahlen müssen, zahlten den Angaben zufolge fast exakt 30.000 oder 11,6 Prozent eigene Rentenbeiträge. Die Zahl der Haushaltshilfen blieb den Statistikern zufolge damit gegenüber dem Vorquartal nahezu stabil. “75,2 Prozent der Minijobberinnen und Minijobber in Privathaushalten sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Darauf folgt die Gruppe der über 65-jährigen (20,8 Prozent) und die Gruppe der unter 25-jährigen (4,0 Prozent)”, heißt es in dem Bericht.
„Nur eine angemeldete Haushaltshilfe profitiert von wichtigen Rechten“
Die Anmeldung einer Haushaltshilfe ist nach Angaben der Minijob-Zentrale „einfach und dauert nur wenige Minuten”. Online, im Minijob-Manager oder telefonisch – Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hätten verschiedene Möglichkeiten, eine Haushaltshilfe anzumelden, heißt es. Minijobber-Chef Wilhelm: „Nur eine angemeldete Haushaltshilfe profitiert von wichtigen Rechten wie der Unfallversicherung oder Ansprüchen für die eigene Rente. Und auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gibt es Vorteile. Sie können die Kosten für eine Haushaltshilfe bei der Steuererklärung geltend machen und erhalten bis zu 20 Prozent als Steuerermäßigung erstattet.“
Insgesamt arbeiteten Ende Juni laut Minijob-Zentrale etwa 7,02 Millionen Menschen in einem Minijob. Damit ist ihre Zahl den neuen Daten zufolge im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil geblieben. Im Vergleich zum Vorquartal verzeichneten die Statistiker sowohl im gewerblichen Bereich als auch in Privathaushalten einen leichten Anstieg der Minijobber-Zahl: Im März 2025 arbeiteten im gewerblichen Bereich noch rund 6,60 Millionen und in Privathaushalten rund 257.600 Menschen für höchstens 556 Euro Monatsverdienst.
