Berlin (sth). Die gesetzlichen Altersrenten von Seniorinnen und Senioren mit mindestens 35 Versicherungsjahren sind in Ostdeutschland im Schnitt noch immer etwa sieben Prozent geringer als die Renten von West-Senioren mit vergleichbarer Versicherungsdauer. Das geht aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung hervor, die jetzt von der Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann genannt wurden. Demnach bekamen sogenannte langjährig Versicherte in den alten Bundesländern Ende des Jahres 2023 im Durchschnitt eine monatliche Altersrente von 1473 Euro (netto) überwiesen, in den neuen Ländern eine Rente von 1368 Euro.
Versicherungsjahre umfassen nach Angaben der Bundesregierung “sowohl Beitragszeiten als auch Zeiten, für die keine Beiträge entrichtet wurden, die jedoch nur in bestimmten Fällen unmittelbar rentensteigernd wirken”. Zudem könne aus der Höhe gesetzlicher Altersrenten generell “nicht auf die Höhe des Alterseinkommens geschlossen werden, da weitere Einkommen und der Haushaltskontext in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung nicht berücksichtigt” seien, stellt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Kerstin Griese, in ihrer Antwort klar.
