Berlin (drv/sth). Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg für das Jahr 2026 ist beschlossen. Ende vergangener Woche stimmten die ehrenamtlichen Mitglieder der Versicherten- und Arbeitgeberseite in der Vertreterversammlung des Regional-Rentenversicherers für den Großraum Berlin für eine entsprechende Vorlage des Vorstands. Mit einem Volumen von rund 17,6 Milliarden Euro liege der Haushalt des kommenden Jahres „leicht unter dem des Jahres 2025 (18,4 Milliarden Euro)”, heißt es in einer Mitteilung des Rentenversicherers.
Nach wie vor stabil entwickeln sich demnach bundesweit die Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung. Nach aktueller Finanzschätzung werde mit Gesamteinnahmen von rund 417,3 Milliarden Euro gerechnet, heißt es. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Plus von 5,2 Prozent. Auch die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, die jährliche Einnahme- und Ausgabeschwankungen ausgleichen soll, „ist ausreichend gefüllt“, betont der Regional-Träger. Demografisch bedingt bleibe sie jedoch rückläufig.
Rehakliniken entwickeln sich positiv
Themenschwerpunkt der Dezembersitzung war die positive Entwicklung der beiden zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg gehörenden Rehakliniken. „Unsere Rehakliniken Hohenelse in Rheinsberg und Lautergrund in Bad Staffelstein können sich weiterhin erfolgreich am Markt positionieren. Dies ist einerseits auf die – auch im bundesweiten Vergleich – hohen Qualitätsstandards und die guten Behandlungskonzepte zurückzuführen. Andererseits sorgen aber auch die gezielten Marketing-Maßnahmen für Vertrauen bei unseren Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die zu uns kommen, um gesund oder gesünder zu werden“, sagte der amtierende Vorstandsvorsitzende Dirk Kuske (Versichertenseite).
Mit Blick auf das zum 1. Januar 2026 in Kraft tretende neue Vergütungssystem für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sieht der Vorstand die Kliniken gut vorbereitet. In beiden Kliniken wurden neue Behandlungskonzepte entwickelt, die die Qualität der Rehabilitation dauerhaft sichern und den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden zugutekommen.
Zahl der dualen Ausbildungsverträge in Berlin stieg um mehrere Hundert
Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer zu Berlin, gab als Gastrednerin einen Impuls zur aktuellen Ausbildungssituation in der Hauptstadt. Unter herausfordernden Rahmenbedingungen könne für Berlin festgestellt werden, dass – entgegen des bundesweiten Trends – im Jahr 2024 die Zahl der dualen Ausbildungsverträge um mehrere hundert gesteigert werden konnte. „Auch für dieses Jahr bin ich zuversichtlich, dass wir mit dem Bündnis für Ausbildung, an dem alle Protagonisten an einem Tisch sitzen, diese positive Entwicklung noch einmal wiederholen können", zeigte sich Schreiner optimistisch.
Auch die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg bildet jährlich in verschiedenen Berufsbildern aus – von Sozialversicherungsfachangestellten bis hin zum Bachelor of Science in Informatik. Am Sitz des Rentenversicherungsträgers in Frankfurt (Oder) wird derzeit der Ausbildungscampus modernisiert. „Die feierliche Eröffnung ist im zweiten Quartal 2026 geplant, sodass der Bildungscampus pünktlich zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres im September 2026 zur Verfügung stehen wird“, kündigte der Vorstandsvorsitzende Dirk Kuske an. Die Auszubildenden und Studierenden lernen dann gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen und Ausbilderinnen auf einer Fläche von rund 1.325 Quadratmetern und somit auf doppelt so viel Platz wie vorher. Die umgebauten Räume sind barrierefrei und offen gestaltet mit viel Licht und großen Holzflächen. So entsteht ein modernes Arbeitsumfeld, das sich modular gestalten und anpassen lässt und somit digitales Lehren und Lernen ermöglicht.