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Rentenkassen zählten 2023 etwa 90.000 mehr Arbeitslose

Die schwächelnde Konjunktur schlägt sich auch in den Daten der Rentenversicherung nieder: Im vorvergangenen Jahr stieg die Zahl der erwerbslosen Beitragszahler deutlich.

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Logo der Arbeitsagentur vor einem Gebäude

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Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die seit Jahren anhaltende wirtschaftliche Schwächeperiode hat sich 2023 auch bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bemerkbar gemacht. Laut jetzt veröffentlichten Daten der 16 gesetzlichen Rentenversicherer stieg die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher, deren Rentenbeiträge von der Bundesagentur für Arbeit (BA) statt von einem Arbeitgeber gezahlt wurden, zum Jahresende gegenüber 2022 um etwa 90.000 auf rund 846.000. Das war ein Plus von knapp zwölf Prozent. Im Jahr 2022 war die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher, die bei der DRV registriert waren, mit einem Plus von etwa 20.000 nahezu unverändert geblieben - nach einem erheblichen Rückgang 2021 und einem starken Anstieg im ersten Pandemie-Jahr 2020.

Arbeitslosengeldbeziehende bekommen Rentenbeiträge auf Basis von 80 Prozent ihres früheren Bruttoverdiensts bezahlt. Die Zeit des Arbeitslosengeldbezugs ist damit für ihre spätere Rente um ein Fünftel weniger wert als die vorherige Beschäftigungszeit. Die Folge: Ein volles Jahr Arbeitslosengeld-Bezug bringt bei einem vorherigen Bruttomonatsverdienst von 3.500 Euro - oder einem Jahresverdienst von 42.000 Euro - ein Minus bei der späteren Monatsrente von derzeit knapp 6,70 Euro. Bei vier Monaten Arbeitslosengeld-Bezug sinkt die spätere Monatsrente somit um etwa 2,20 Euro. Bürgergeldbeziehende (bis 2022: Hartz-IV-Bezieher) bekommen seit 2011 für die Zeit ihres Leistungsbezugs keine Gutschrift mehr auf ihrem Rentenkonto. 

Die Rentenbeiträge für Arbeitslosengeldbezieher zahlt zunächst die Deutsche Rentenversicherung. Sie bekommt die Kosten dafür aber von der BA erstattet. Im Jahr 2023 überwies die Arbeitslosenversicherung etwa 4,2 Milliarden Euro an die DRV - rund 11,6 Prozent mehr als 2021. Aufgrund der anhaltenden Konjunkturflaute stiegen die Zuweisungen der BA an die DRV laut jüngsten Daten auch im vergangenen Jahr erneut kräftig - um weitere 700 Millionen Euro oder 15,5 Prozent. Aktuell scheint es kaum vorstellbar, dass die Rentenbeitragszahlungen für Arbeitslose in diesem Jahr niedriger ausfallen werden.    

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