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Rentenpläne: IW warnt vor Kostenrisiko

Arbeitgebernahes Forschungsinstitut erwartet durch geplante Haltelinien bei Beitragssatz und Rentenniveau zusätzliche Kosten – und gravierende Risiken.

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Frau bedient Smartphone und Notebook, daneben Unterlagen, Taschenrechner und Stift. Bild: IMAGO / ingimage

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Köln (sth). Vor dem Risiko unerwarteter Zusatzkosten durch die Rentenpläne der möglichen großen Koalition hat das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gewarnt. Die von Union und SPD vorgesehenen langfristigen "Haltelinien" für den Rentenbeitrag und das Rentenniveau seien zwar aus heutiger Sicht "unproblematisch"; würde die bisherige Rentenanpassungsformel aber zur Stabilisierung des Rentenniveaus ausgesetzt, könnten die Beitragszahler in Zukunft "noch stärker" belastet werden, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des IW.

Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Haltelinien – bis 2025 ein Rentenniveau von mindestens 48 Prozent und ein Rentenbeitrag von höchstens 20 Prozent – bergen nach Ansicht des IW die Gefahr höherer Beitragssätze und höherer Steuern. Mit einer solchen Politik schaffe die von den Unterhändlern erwünschte große Koalition "weitere Probleme für die Zukunft der Rentenversicherung". Antworten auf die Frage nach dem Ausgleich zwischen den Generationen ab 2030 würden verschoben. Zudem gebe es schon bis 2025 "nur dann keine Probleme, wenn die gegenwärtige positive Lage auf dem Arbeitsmarkt anhält", warnt IW-Ökonomin Susanna Kochskämper.

Bei einer schlechteren Entwicklung der Konjunktur als erwartet verschafften die Großkoalitionäre der  Politik "zusätzlichen Handlungsdruck", heißt es in dem 16-seitigen Papier. Dabei sei dieser jetzt schon hoch. Da sich die bisherige Rentenanpassungsformel bewährt habe, könnten bei der erhofften langfristig positiven Arbeitsmarktlage die "neuen Haltelinien auch erreicht werden, ohne die Formel neu zu verhandeln". Statt zusätzliche Kosten zu verursachen, solle die künftige Bundesregierung die neue Amtsperiode eher nutzen, "um nachhaltige Antworten zu finden", empfiehlt das IW.

Mehr zum Thema:

www.iwkoeln.de

Link zur Studie "Neue Haltelinien in der Rentenversicherung – und was dann?" des IW Köln 

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