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Rentenversicherung verzeichnet hohe Einnahmen

Im April stiegen die Zuflüsse an die Rentenkassen aus Beiträgen gegenüber dem Vorjahresmonat um fast 2,4 Milliarden Euro.

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Berlin (sth). Einen bemerkenswerten Zuwachs an Beitragseinnahmen hat die Deutsche Rentenversicherung (DRV) im April verzeichnet. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat stiegen die Zuflüsse an die Rentenkassen nach aktuellen Angaben um knapp 2,4 Milliarden auf 21,6 Milliarden Euro. Bereits im März waren die Einnahmen der 16 gesetzlichen Rentenversicherer um 1,25 Milliarden Euro höher ausgefallen als ein Jahr zuvor. In den ersten vier Monaten des Jahres kletterten die Beitragseinnahmen demnach gegenüber dem Vorjahr um mehr als 3,9 Milliarden Euro.

Die positive Entwicklung dürfte vor allem auf die Belebung am Arbeitsmarkt seit dem schrittweisen Ende des harten Lockdowns ab Anfang März zurückzuführen sein. So stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach den jüngsten verfügbaren Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) im März auf 33,6 Millionen. Damit hat die sozialversicherte Arbeit fast wieder den Stand vor Beginn der Pandemie erreicht (Folie 7). In der Rentenversicherung machte sich der Positivtrend in Form der von Arbeitgebern und Beschäftigten gezahlten Pflichtbeiträge bemerkbar: Sie wuchsen im März gegenüber dem Vorjahr um mehr als 1,1 Milliarden und im April um 2,2 Milliarden Euro.

Bundesbank: Arbeitsmarkt blieb im Winter robust

Auch die Bundesbank bestätigte am Freitag, dass sich der Arbeitsmarkt im Winterhalbjahr 2020/2021 "trotz des Pandemiegeschehens und der Eindämmungsmaßnahmen als außerordentlich stabil" erwiesen habe. Die Währungshüter gehen in einer aktuellen Prognose zudem davon aus, dass sich die Situation in den Sommermonaten "im Zuge der wirtschaftlichen Erholung deutlich verbessern wird". Für das Jahr 2022 erwartet die Bundesbank, dass sich der Arbeitsmarkt "weiter beleben und damit die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung über ihr Vorkrisenniveau steigen" werde.

Die Finanzreserve der Rentenversicherung, die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, blieb im April gegenüber dem März stabil und umfasste etwa 34 Milliarden Euro – das entspricht 1,41 Monatsausgaben. Da die im Juli übliche Rentenanpassung aufgrund des Pandemie-bedingten Wirtschaftseinbruchs im Vorjahr in den alten Bundesländern in diesem Jahr ausfällt, werden die Ausgaben der Rentenversicherung deutlich langsamer steigen als im Vorjahr. Damit dürfte das für das Gesamtjahr erwartete Defizit in den Rentenkassen nach Schätzung der Bundesbank mit etwa 4,5 Milliarden Euro "nur wenig höher" ausfallen als im Vorjahr.

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