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Rentner mit Nebenverdienst arbeiten größtenteils in Minijobs

Rentenversicherung: Die Zahl arbeitender Ruheständler ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Vorliegende Daten deuten aber nicht auf eine finanzielle Bedürftigkeit von Rentnern mit Job hin.

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Ältere Angestellte in einer Apotheke bedient Kundin. (Bild: IMAGO / Panthermedia / Kzenon)

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Das Bild zeigt eine ältere Mitarbeiterin in einer Apotheke.

Berlin (sth). Mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten auch jenseits der Altersgrenze - doch zum größten Teil in einem Minijob und nicht aus erkennbarer finanzieller Not. Das geht aus einer jetzt bekannt gewordenen Analyse der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor. Demnach stieg die Zahl der Bezieher einer gesetzlichen Altersrente mit Nebenverdienst zwischen 2018 und 2022 von 1,24 Millionen auf 1,36 Millionen. “Damit gingen am Jahresende 2022 etwa 7 Prozent der insgesamt 18,6 Millionen Altersrentner einer Beschäftigung nach”, heißt es in der Studie. Etwa 470.000 der arbeitenden Senioren seien zwischen 66 und 68 Jahre alt gewesen.

Rund 346.000 oder 77 Prozent der Rentnerinnen und Rentner mit Hinzuverdienst seien Ende 2022 “ausschließlich als Minijobber beschäftigt” gewesen, stellten die DRV-Analytiker fest. Nur rund 123.000 hätten über die bis Ende 2019 geltende Jahresverdienstgrenze von 6300 Euro hinaus Einkommen erzielt. Aufgrund ihres meist geringen Verdienstes habe der Nebenverdienst von Ruheständlern die Gesamt-Lohnsumme aller Beschäftigten auch nur um “weniger als 1 Prozent” erhöht, so der DRV-Befund. Die Zusatzeinkünfte von Rentnern könnten damit “bislang nur begrenzt zur Stärkung der Finanzierungsbasis der Sozialversicherungen beitragen”.  

76.000 Rentner verdienten 2022 mehr als Minijobber

Auf niedrigem Niveau deutlich gestiegen ist in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die über die frühere Minijobgrenze von 450 Euro hinaus verdient haben: von 14.000 Ende des Jahres 2017 auf rund 76.000 fünf Jahre später. “Dieser Anstieg dürfte zu einem gewissen Grad auf die Anhebung der Hinzuverdienstgrenze zurückzuführen sein", heißt es in der Studie. Diese Grenze war Anfang 2020 wegen des damals Corona-bedingt hohen Bedarfs an älteren Pflegekräften für Rentnerinnen und Rentner unterhalb der Regelaltersgrenze von 6300 auf zunächst knapp 45.000 Euro, ab 2021 dann auf rund 46.000 Euro angehoben worden. Insgesamt sei aber auch nach der Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen ein mehr als geringfügiger Hinzuverdienst von Rentnern “(noch) vergleichsweise wenig verbreitet”, so die DRV.

Selten gewählt wurde von älteren Beschäftigten laut der Studie bisher auch die Möglichkeit, ab der Regelaltersgrenze neben den für Arbeitgeber dann weiterhin verpflichtenden Rentenbeitragszahlungen auch eigene Rentenbeiträge zu zahlen. Von den insgesamt 242.000 mehr als geringfügig Beschäftigten oberhalb der Regelaltersgrenze (sie lag 2022 bei 65 Jahren und 10 Monaten, d. Red.) zahlten im vorvergangenen Jahr demnach nur 18.000 freiwillig Arbeitnehmerbeiträge. Das entsprach einem Anteil von 8 Prozent. “Somit entscheidet sich nur ein geringer Anteil der Versicherten für die freiwillige Beitragszahlung, obwohl sich diese bereits ab 10 Jahren Rentenbezugsdauer langfristig auszahlt”, stellten die DRV-Fachleute fest.  

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