Ihre-Vorsorge Logo

Unions-Ministerien: Grundrente nachbessern

Gesundheitsminister Spahn verlangt offenbar Mindest-Grundrentenzeit von 34 Jahren. Kabinettsbeschluss wohl erst im Februar.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Jens Spahn, CDU, Bundesgesundheitsminister. – Bild: © Maximilian König

© Nicht definiert

Berlin (dpa/sth). Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) muss bei seinen Grundrenten-Plänen nach Auffassung unionsgeführter Bundesministerien weitreichend nacharbeiten. Das geht aus Stellungnahmen unter anderem des Gesundheits-, Landwirtschafts- und Innenministeriums hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am heutigen Freitag berichtet. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ist dadurch der bisher für den Kabinettsbeschluss vorgesehene Termin in der kommenden Woche nicht mehr zu halten. 

Dem RND-Bericht zufolge verlangen die Beamten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Agrarministerin Julia Klöckner (beide CDU) Änderungen etwa bei Heils Vorschlag, den Grundrenten-Bezug bereits ab 33 Beitragsjahren zu ermöglichen. Dies solle erst bei 34 Jahre möglich sein. Das Gesundheitsministerium beklagt Leerstellen im Gesetzentwurf – etwa zur Berücksichtigung von Auslandseinkünften sowie von Einkünften aus Kapitalvermögen bei der Einkommensprüfung. Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium zweifeln demnach auch an der Finanzierung der Grundrente und verlangen Details von Heil: "Offen ist weiterhin die Frage, wie die aus Steuern zu finanzierenden, zusätzlichen Kosten durch die Grundrente gegenfinanziert werden sollen."

Die SPD will laut einem Bericht des "Handelsblatt" die Grundrente trotz der Unions-Bedenken in jedem Fall möglichst bald durch den Bundestag bringen. "Die Grundrente muss kommen, so oder so", sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans dem Blatt. "Da dürfen wir uns von technischen Problemen nicht beirren lassen." Damit spielte Walter-Borjans auf die von Heil geplante Finanzierung der Grundrente aus Einnahmen durch die bisher noch nicht beschlossene Finanztransaktionssteuer an. Dafür fehlt dem Minister bisher die erhoffte Rückendeckung aus der Europäischen Union. 

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums zur Grundrente (pdf)

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Der Besteuerungsanteil steigt stetig weiter. Woran das liegt und warum viele Rentner trotzdem keine Steuern zahlen müssen.

Time
2 Minuten

Die Spitzen von Union und SPD hatten sich im Sommer auf mehrere große Reformen verständigt, etwa bei der Rente. Wie schnell kann es nun damit vorangehen?

Time
2 Minuten

Wer früher in Rente gehen will, muss Abschläge in Kauf nehmen. Doch dagegen kann man etwas tun.

Time
2 Minuten

Rentenniveaugarantie, Mütterrente und Reformpakete: Warum die Pläne der Regierung für Milliardenrisiken sorgen und der Rechnungshof Alarm schlägt.

Time
2 Minuten

Viele Menschen werden zu Hause von Angehörigen gepflegt. Nicht selten treten diese dafür im Job kürzer. Unter Umständen kann aber die Pflege etwas für die Rente bringen.

Time
2 Minuten

Die Koalition steht vor wegweisenden Wochen. Werden Reformvorhaben unter Dach und Fach gebracht?

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026