Ihre-Vorsorge Logo

Wirtschaftsweise Grimm: Rentenanstieg an Inflation koppeln

Wie kann die Rente zukunftsfest gemacht werden? Union und SPD sind im Koalitionsvertrag vage. Entsprechend sprießen die Vorschläge dafür.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Das Bild zeigt Prof. Dr. Veronika Grimm, TU Nürnberg

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert energische Maßnahmen, um das Rentensystem dauerhaft zu sichern. Die neue Bundesregierung habe sich hier im Koalitionsvertrag zum Teil um Lösungen herumgedrückt, es würden dauernd Scheinlösungen diskutiert, beklagte Grimm im Deutschlandfunk. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD die Einsetzung einer Rentenkommission vereinbart, die Vorschläge für Reformen machen soll. 

Aus ihrer Sicht müsste das Renteneintrittsalter an die längere Lebenserwartung angepasst werden. Das müsse nicht gleich drastisch erfolgen, sondern ungefähr um ein Jahr alle zehn Jahre. Das Verhältnis von Rentenbeziehern und Erwerbstätigen wäre dann ausgewogener. Derzeit liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 67 Jahren. 

Renten nur noch anhand der Inflation steigen lassen

Grimm sprach sich ferner dafür aus, die Rente mit 63 abzuschaffen, sofern jemand gesundheitlich bis zum normalen Renteneintrittsalter arbeiten kann. Auch sollten die Bestandsrenten mit dem Preisniveau steigen, nicht mit den Löhnen. “Das sind unbequeme Maßnahmen, aber letztlich stellen die eben sicher, dass wir da tragfähig aufgestellt sind”, sagte Grimm. 

Die von Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas zur Einnahmeverbesserung angestoßene Debatte über die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung sieht Grimm auch als Scheinlösung an. Mit Einzahlungen seien ja auch Ausgaben verbunden. Der Vorschlag würde nur etwas bringen, wenn man Leistungsansprüche für Beamte reduziere. Eher sollte man diskutieren, welche Berufsgruppen noch verbeamtet werden, regte Grimm an. Berufe, die mit einer hohen Loyalität zum Staat verbunden seien wie Polizisten und Justizmitarbeiter würde Grimm aber ausnehmen.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Setzt die Koalition die Rentenreform um oder überlegt es sie sich bei der populären „Rente mit 63“ noch einmal anders? Die Sozialministerin will die Reform – und macht ein Versprechen.

Time
2 Minuten

Der Kanzler macht auch nach der CDU-Schlappe in Sachsen-Anhalt klar, dass große Gesetzesvorhaben weitergehen sollen. Bei der Rente signalisiert er Gesprächsbereitschaft über eine heikle Frage.

Time
2 Minuten

Gesellschaftsforscher haben sich eine wichtige Zahl zur Rente genauer angeschaut: die statistische Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren. Wie nah liegt sie an der Wirklichkeit?

Time
6 Minuten

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt mehren sich Stimmen in der Regierungskoalition, die viele Reformpakete wieder aufschnüren wollen. Im Zentrum der Kritik: die Vorschläge der Alterssicherungskommission.

Time
2 Minuten

Der erstmalige Bezug von Altersrente lag 2025 laut Jahresbericht der deutschen Rentenversicherung bei durchschnittlich 64,7 Jahren.

Time
1 Minuten

Angst vor Lücken in der Rentenbiografie durch lange Krankheit oder private Krankenversicherung? Das lässt sich vermeiden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026