Berlin (sth). Knapp 12,4 Millionen gesetzliche Altersrenten hatten Ende des Jahres 2022 eine Netto-Höhe von unter 1300 Euro. Das waren genau 66,6 Prozent oder zwei Drittel aller zum damaligen Zeitpunkt ausgezahlten Altersrenten. Diese Zahlen der Deutschen Rentenversicherung gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht von der Gruppe BSW hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegt. Demnach hatten Ende des vorvergangenen Jahres knapp 15,1 Millionen oder 81,1 Prozent aller gezahlten Altersrenten eine Netto-Höhe von unter 1600 Euro. Nur 6,9 Prozent der gesetzlichen Altersbezüge erreichten demnach einen Auszahlungsbetrag - nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag - von mindestens 2000 Euro.
Die Bundesregierung verweist in ihrer Erläuterung der Zahlen darauf, dass zu den Rentenzahlungen unter anderem Bezüge gehören, “bei denen auch Ansprüche in anderen (inländischen oder ausländischen) Sicherungssystemen bestehen können, über die jedoch in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung keine Informationen vorliegen”. Aus einer niedrigen Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung könne daher “grundsätzlich nicht auf ein niedriges Alterseinkommen geschlossen werden”, heißt es in dem Regierungsschreiben.
