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Arbeitsmarkt: 1,15 Millionen offene Stellen in Deutschland

Im Durchschnitt könnten sich auf eine offene Stelle 2,6 Arbeitslose bewerben. Doch Qualifikation und Anforderungen passen häufig nicht zueinander, wie die IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal zeigt.

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Nürnberg (dpa). Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt hat sich im ersten Quartal dieses Jahres abermals verschlechtert. Das zeigt die aktuelle Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung  (IAB) in Nürnberg. Gegenüber dem Vorquartal ging die Zahl der offenen Stellen demnach um 105.800 oder rund 8 Prozent auf rund 1,15 Millionen zurück. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 sank sie um 23.800 beziehungsweise rund 2 Prozent.  Auf 100 offene Stellen kommen der Berechnung zufolge derzeit 264 Arbeitslose – 13 mehr als vor einem Jahr und 33 mehr als im Schlussquartal 2025. 

Stagnation auf niedrigem Niveau

„Die Arbeitskräftenachfrage stagniert im ersten Quartal 2026 weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Das Verhältnis von Arbeitslosen zu offenen Stellen spiegele nach wie vor einen schwachen Arbeitsmarkt wider.

Häufig passten die Anforderungen nicht zur Qualifikation der verfügbaren Arbeitskräfte. So erforderten im vierten Quartal 2025 lediglich 24 Prozent (rund 304.700) der offenen Stellen keinen Berufsabschluss. Gleichzeitig suchte mit 2,23 Millionen Personen fast die Hälfte der Arbeitssuchenden (48 Prozent) eine neue Beschäftigung, für die keine Ausbildung nötig ist, betonte Kubis.

Die IAB-Stellenerhebung erfasst seit 1989 das gesamte Stellenangebot in Deutschland, also auch jene Stellen, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden. In der Arbeitsmarktstatistik, die die Bundesagentur für Arbeit monatlich vorlegt, ist deshalb eine Zahl von nur rund 600.000 offenen Stellen genannt – die Differenz von gut 500.000 Stellen wird den Agenturen gar nicht erst gemeldet. Im ersten Quartal 2026 lagen den Forschern Antworten von 9.342 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor.dd

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