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Arbeitsmarktbarometer sinkt zum vierten Mal in Folge

Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist zum vierten Mal in Folge gesunken.

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Mann mit Helm in Warenlager schaut auf einen Lieferschein. Bild: IMAGO / Westend61 / imago stock&people

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Nürnberg (dpa). Im August sei es um 0,6 Punkte im Vergleich zum Juli zurückgegangen und habe bei 101,3 Punkten gelegen. Damit liefert es noch immer einen positiven Ausblick auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Ein Wert von 100 gilt als neutral.

„Der Krieg in der Ukraine zieht die Konjunktur nach unten, es ist mit zähen Auswirkungen zu rechnen“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Zusätzliche Risiken durch eine mögliche Verschärfung der Energiekrise blieben weiterhin bestehen.

Dass die Komponente Arbeitslosigkeit mit 98,1 Punkten (plus 0,1 im Vergleich zum Juli) weiter unter der 100er-Marke liegt, führt IAB-Forscher Weber vor allem auf den statistischen Effekt der Ukraine-Flüchtlinge zurück. Diese Personen werden nunmehr in der Grundsicherung geführt und tauchen damit auch in der Arbeitslosenstatistik auf.

Kräftig zurück (minus 1,3 Punkte) ging allerdings das Barometer für die Beschäftigung. Dies bedeute, dass weiterhin mit Neueinstellungen zu rechnen sein werde – allerdings nicht mehr mit einem so starken Zuwachs wie bisher. Der Arbeitskräfteknappheitsindex des IAB, der Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen widerspiegelt, erreicht im August einen neuen Höchststand. Das deute darauf hin, dass es für die Arbeitgeber immer schwieriger wird, passende Arbeitskräfte zu finden, was auch das Beschäftigungswachstum hemmt.

Die Entwicklung in Deutschland spiegele sich auch in weiteren Ländern Europas, sagte Weber. Das IAB koordiniert gemeinsam mit ausländischen Arbeitsmarktforschern auch ein europäisches Arbeitsmarktbarometer, das im August um 0,8 Punkte fiel und bei 100,9 Punkten lag.

Für das Barometer befragt das IAB monatlich alle Arbeitsagenturen in Deutschland zu ihren Prognosen für die nächsten drei Monate. Das Barometer gilt somit als Frühindikator für die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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