Ihre-Vorsorge Logo

Homeoffice: Behörden schlechter gerüstet als Wirtschaft

Schlechte Homeoffice Bedingungen im öffentlichen Dienst – wenig Infrastruktur oder geeignete Hardware. Besser sieht es in der Wirtschaft aus.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Berlin/München (dpa). Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst haben eigener Einschätzung nach deutlich schlechtere Startbedingungen, um in der Corona-Krise erfolgreich von zu Hause aus arbeiten zu können als Menschen, die in der freien Wirtschaft arbeiten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage, die vom Technologiekonzern Lenovo in Auftrag gegeben wurde. Danach haben Beamte und Angestellte bei öffentlichen Arbeitgebern das Gefühl, der Arbeitgeber sei schlecht auf die Homeoffice-Phase vorbereitet gewesen (67 Prozent). Bei den Arbeitnehmern in der freien Wirtschaft war dagegen lediglich knapp ein Drittel (30 Prozent) der Ansicht, dass die Firma für das Homeoffice schlecht gerüstet war.

Schlechte Infrastruktur, keine geeignete Hardware

Die Angaben zur Ausstattung mit Infrastruktur und Hardware während der Homeoffice-Phase bestätigen dieses Bild: Knapp die Hälfte der öffentlichen Bediensteten gab an, vom Arbeitgeber keine Infrastruktur oder geeignete Hardware für das Homeoffice gestellt bekommen zu haben. In der Gesamtheit der Befragten lag dieser Anteil nur bei einem Viertel.

Für die Studie wurden 1.016 Arbeitnehmer und 1.015 Arbeitgeber in Deutschland befragt. Gute Noten bekam das Homeoffice von beiden Seiten oft nur dann, wenn bei den Arbeitnehmern zu Hause geklärt ist, wie die Kinder betreut werden oder beim Homeschooling klarkommen können.

30 Prozent der befragten Arbeitgeber gaben an, dass sie nicht an die Vereinbarkeit von Homeoffice und Homeschooling glauben, solange die Digitalisierung der Schulen nicht zügig voranschreitet. Bei den Eltern ist der Anteil der Skeptiker sogar noch größer: Knapp die Hälfte (42 Prozent) der Befragten ist der Überzeugung, dass sich Homeschooling und Homeoffice künftig nur dann miteinander vereinbaren lassen, wenn das Schulsystem entsprechend digitalisiert wird.

Zum Homeoffice gehören auch flexiblere Arbeitszeiten

40 Prozent der befragten Arbeitnehmer erwarten von ihrem Arbeitgeber flexiblere Arbeitszeiten durch das Homeoffice. Von den Arbeitgebern sind immerhin 42 Prozent bereit, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter flexibler zu gestalten, um sie bei der Vereinbarkeit von Job und Kinderbetreuung besser zu unterstützen. Fast ein Fünftel aller befragten Arbeitgeber (18 Prozent) kann sich vorstellen, ihre Mitarbeiter gleich in unbezahlten Urlaub zu schicken, damit sich diese auf die Betreuung der Kinder konzentrieren können.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Nicht jede Firma hat einen Fuhrpark – und auf dem Land sind auch Mietwagen rar. Kann der Arbeitgeber da auf den Privatwagen des Arbeitnehmers verweisen?

Time
2 Minuten

Nicht nur Rückzahlung, sondern möglicherweise auch ein Bußgeld: Justizministerin Hubig will Vermieter härter treffen, wenn sie sich nicht an die Regeln der Mietpreisbremse halten.

Time
5 Minuten

Der Studienplatz ist da, das WG-Zimmer muss erst noch gefunden werden: In vielen Uni-Städten ist das eine echte Herausforderung. Wie man sie angehen kann – und was bei Zeitdruck hilft.

Time
2 Minuten

Nicht jeder liebt Veränderung. Manchmal hat der Chef Ideen, die Arbeitnehmer nicht begrüßen. Ein Wechsel vom Innen- in den Außendienst zum Beispiel. Darf er das erzwingen?

Time
2 Minuten

Ein Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber kann teuer werden. Wann eine Rechtsschutzversicherung im Job sinnvoll ist und worauf Arbeitnehmer achten sollten.

Time
1 Minuten

Trotz eines Rückgangs bei Insolvenzen im August steigt die Zahl betroffener Arbeitsplätze deutlich. Warum das IWH weiter mit mehr Pleiten rechnet.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026