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IAB: Verdienste im Osten noch 14 Prozent geringer als im Westen

Laut einer Analyse des Forschungsinstituts bei der Bundesagentur für Arbeit ist die durchschnittliche Lohndifferenz von Beschäftigten in den alten und neuen Ländern seit 2012 aber um 12 Prozentpunkte gesunken.

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IAB: Verdienste im Osten noch 14 Prozent geringer als im Westen

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Nürnberg (iab/sth). Die Verdienste von Beschäftigten in Ostdeutschland waren im Jahr 2024 im Schnitt - trotz einer deutlichen Lohnannäherung in den vergangenen zwölf Jahren - noch um 14 Prozent geringer als die ihrer Kollegen im Westen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach lag die Ost-West-Lohnlücke 2012 noch bei 26 Prozent, bis 2024 sank sie aber um zwölf Prozentpunkte.

In den neuen Bundesländern verdienten sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte der Studie zufolge 2024 im Mittel 3.539 Euro monatlich - und damit 578 Euro weniger als Beschäftigte im Westen mit 4.117 Euro. “Bei Spezialisten und in der Industrie sind die Ost-West-Lohnunterschiede am höchsten”, so das IAB. Bei Jobs auf Helferniveau sei die Lohnlücke dagegen am kleinsten: Vollzeitbeschäftigte auf Helferniveau verdienten laut der Studie 2024 im Osten knapp 10 Prozent weniger als vergleichbar qualifizierte Beschäftigte im Westen. 

Industrie-Beschäftigte im Westen verdienen deutlich mehr

Vor allem in der Industrie verdienen West-Beschäftigte nach Angaben des IAB deutlich mehr, insbesondere im Kraftfahrzeugbau und im Maschinenbau. Dort betrage die Lohnlücke 29 Prozent beziehungsweise 26 Prozent. Deutlich kleiner sei die Ost-West-Lohndifferenz hingegen in der öffentlichen Verwaltung oder im Pflegebereich mit 5 Prozent beziehungsweise 4 Prozent. In den Branchen Informationsdienstleistungen sowie Erziehung und Unterricht erzielen Vollzeitbeschäftigte im Osten demnach im Median “sogar leicht höhere Entgelte als im Westen”.

Während Beschäftigte im Westen laut IAB in ländlichen Kreisen deutlich weniger verdienen als in städtischen, sind die Entgelte im Osten in den städtischen und ländlichen Kreisen annähernd gleich groß. „Die deutsche Wirtschaft steht vor Veränderungen durch Strukturwandel, De-Globalisierung und stärkere Ausrichtung auf Verteidigungsgüter. Dies sollte als Chance genutzt werden, die ostdeutsche Wirtschaft gezielt zu stärken – durch die Ansiedlung produktiver und zukunftssicherer Unternehmen – und auf diese Weise die Lohnaussichten im Osten anzuheben“, erklärte IAB-Forscher Holger Seibert zu der Studie.


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