Berlin (dpa). Mehr als 450.000 Alleinerziehende in Deutschland arbeiten in sogenannten systemrelevanten Bereichen. Allein im Gesundheitswesen sind es 179.000, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) vorlagen. Die Zahlen waren zuvor von der Links-Fraktion angefragt worden.
Als systemrelevant gelten Wirtschaftssektoren, die auch in Krisenzeiten und somit während der derzeitigen Coronavirus-Pandemie aufrechterhalten werden müssen.
Viele Alleinerziehende in Verwaltung und Einzelhandel
Rund 117.000 Alleinerziehende arbeiten den Angaben zufolge in der öffentlichen Verwaltung, 50.000 im Lebensmittel-Einzelhandel, 36.000 im Bereich der Finanzdienstleistungen und Versicherungen, 30.000 in der Lagerlogistik. Eine systemrelevante Beschäftigung ist bisher maßgeblich für den Zugang zu einer Notbetreuung von Kindern ab dem Kita-Alter bis zur sechsten Klasse. Details sind in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.