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Wirtschaftsleistung: Ausländische Beschäftigte sichern Hunderte Milliarden

Laut einer neuen Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft tragen ausländische Beschäftigte über 700 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei.

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Gruppe multikultureller Arbeiter in Fabrik macht Pause. Bild: IMAGO / Westend61 / Zeljko Dangubic

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Köln (iw/sth). Rund sieben Millionen Ausländer haben 2024 in Deutschland gearbeitet, beinahe jeder sechste Beschäftigte besaß keine deutsche Staatsangehörigkeit. Im Jahr 2015, als die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel den historischen Satz „Wir schaffen das“ vor der Bundespressekonferenz sprach, hatte nur jeder zehnte Beschäftigte keinen deutschen Pass. Das spiegelt sich auch in der Wirtschaft wider: Im vergangenen Jahr trugen die ausländischen Beschäftigten 536 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei. Allein die seit 2015 hinzugekommenen Beschäftigten erwirtschafteten 240 Milliarden Euro. Berücksichtigt man auch die vorgelagerten Wertschöpfungseffekte und die Konsumausgaben, hängen sogar 706 Milliarden Euro Wertschöpfung in der Bundesrepublik von ausländischen Beschäftigten ab.

BaWü profitiert am meisten, MeckPomm am wenigsten

Besonders in Baden-Württemberg tragen ausländische Beschäftigte viel zur Wertschöpfung bei, 2024 waren es 17,3 Prozent – Spitzenwert in der Bundesrepublik. Umgekehrt sieht das Bild in Mecklenburg-Vorpommern aus: Mit 5,4 Prozent war der direkte Beitrag der ausländischen Beschäftigten an der Wertschöpfung im vergangenen Jahr am niedrigsten. Auch in den anderen ostdeutschen Flächenländern liegt der direkte Beitrag ausländischer Beschäftigter an der Wertschöpfung weit unter dem Bundesschnitt. „Wenn die Bundesländer es schaffen, ausländische Beschäftigte für ihren Arbeitsmarkt zu gewinnen, trägt das unmittelbar zum wirtschaftlichen Erfolg bei“, sagt IW-Expertin Benita Zink.

 „Andersherum profitieren ausländische Beschäftigte von der Arbeit, denn erfolgreiche Integration geschieht maßgeblich über den Arbeitsmarkt.“ In den vergangenen zehn Jahren hat Deutschland auch von einer starken Erwerbszuwanderung aus den EU-Mitgliedsländern und einigen außereuropäischen Regionen, wie insbesondere Indien, profitiert. Um weitere Potenziale auszuschöpfen, müssen insbesondere die Visavergabe und die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschleunigt und die bürokratischen Prozesse konsequent digitalisiert werden.

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