Berlin (dbb/sth). Die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ) wehrt sich gegen Überlegungen von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Oppositionsparteien, Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. „Wir lehnen sowohl die Einbeziehung der Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung als auch jede Diskussion um eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit kategorisch ab“, sagte jetzt der BDZ-Bundesvorsitzende Thomas Liebel.
Aktuelle Vorstöße aus dem Bundesarbeitsministerium und Teilen politischer Verbände heizten "im Sommerloch" die Debatte um eine Alterssicherung in der Öffentlichkeit an, so Liebel. Der Verbandsvorsitzende ergänzte: „Diese Vorschläge sind für uns lediglich ein Griff in die ideologische Mottenkiste und stellen kein geeignetes Mittel dar, um den Herausforderungen des demografischen Wandels nachhaltig zu begegnen. Vielmehr verschärfen sie Planungsunsicherheiten und schüren unnötige Ängste unter Beamtinnen und Beamten.“
Der BDZ forderte die Bundesregierung “eindringlich auf, sich nicht von Populismus und kurzfristigem Aktionismus leiten zu lassen”. Es brauche eine “generationengerechte Stärkung der bewährten Systeme, echte Attraktivitätsmaßnahmen wie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit sowie bessere zeitliche Souveränität und eine sichere Perspektive für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst”, sagte Liebel. Der Gewerkschaftschef bekräftigte, sich weiterhin mit aller Kraft gegen populistische Vorstöße zu stellen – und für eine “faire, verlässliche Altersversorgung” einzusetzen.
