Berlin (sth).
Unser Konzept für eine faire und auskömmliche Rentenversicherung
Wir streben eine Rentenversicherung an, mit der Erwerbstätige sich wieder einen finanziell gesicherten Lebensabend erarbeiten können. Wir halten es dabei für zwingend erforderlich, auch unseren derzeitigen Senioren, die in einem langen Arbeitsleben unser Land und unseren Wohlstand aufgebaut haben, einen Lebensabend in Würde zu ermöglichen. Dazu gehört vor allem eine signifikante Erhöhung ihrer Renten. Unser ferneres Ziel ist es, in mehreren Schritten das durchschnittliche Rentenniveau der westeuropäischen Länder zu erreichen, das derzeit bei gut 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens und damit deutlich höher liegt als das deutsche.
Die desolate Situation im deutschen Rentensystem
Das deutsche Rentenniveau ist mit nur 53% des letzten Nettogehalts nach Eurostat eines der niedrigsten in Westeuropa. Dieses Niveau bedeutet für einen großen Teil der Rentner bittere Altersarmut. In Österreich etwa bezieht ein Arbeitnehmer mit Durchschnittslohn nach 45 Arbeitsjahren eine Rente von 2.600 €, ein vergleichbarer Rentner in Deutschland magere 1.500 €. Schaut man sich die Differenz zwischen den beiden Renten an, so entstehen etwa 30% des Unterschieds durch die höheren Rentenbeiträge in Österreich. Weitere 30% werden generiert, weil in Österreich auch Bevölkerungsgruppen in die Rentenkasse einzahlen, die bei uns befreit sind, zum Beispiel Politiker und Beamte. Weitere 15% werden durch höhere Staatszuschüsse erzielt. Lediglich die etwas jüngere Bevölkerungsstruktur lässt sich kurzfristig nicht kopieren. Durch sie entstehen die restlichen 25% des Unterschieds. Das heißt aber auch: Eine ähnlich hohe Rente wie in Österreich ist langfristig auch bei uns möglich.
Unser Rentenkonzept gegen Altersarmut
Wir wollen der Rentenversicherung mehr Beitragszahler zuführen, die Verrentung flexibler und gerechter gestalten und Anreize für eine freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit setzen und
- Verbeamtungen nur noch für diejenigen vorsehen, die mit Hoheitsaufgaben betraut sind, so dass die große Mehrheit der Staatsbediensteten in die Rentenversicherung einzahlt,
- Einbeziehung der Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung,
- Ermöglichung eines flexiblen Renteneintrittsalters, abschlagsfrei nach 45 beitragspflichtigen Arbeitsjahren,
- mittelfristige Finanzierung aller nicht beitragsgedeckten Leistungen aus dem Bundeshaushalt,
- Ausgleich der anstehenden Rentenbeitragsanhebungen durch Steuersenkungen für Beschäftigte und Unternehmen,
- Nichtanrechnung der Zuverdienste von Witwen und Witwer auf die Hinterbliebenenrente,
- Vergütung der Elternschaft bei der Rente.
Weitere Bausteine, die die Rente langfristig stabilisieren
- Rationalisierungsinvestitionen zur Erhöhung der Produktivität und der Löhne durch Unternehmenssteuersenkungen erleichtern,
- Fachkräftemangel durch höhere Erwerbsanreize reduzieren, indem Einkommensteuern gesenkt werden und das Bürgergeld unattraktiver gemacht wird,
- Arbeitsanreize für Rentner schaffen, durch einen zusätzlichen Steuergrundfreibetrag in Höhe von 12.000 €,
- Handwerk und Gewerbe stärken durch mehr ausbildungsfähige Schulabgänger, indem
- eine frühere Berufsorientierung in den Schulen praktiziert wird und
- das Leistungsprinzip an unseren Schulen wieder gestärkt wird,
- durch früheren Berufseintritt und weniger Teilzeitarbeit einen höheren Lebensverdienst ermöglichen,
- Kinderwünsche nicht mehr an Geld- und Karrieresorgen scheitern lassen durch
- ein Erziehungsgeld, das Eltern die Eigenbetreuung ihre Kinder in den ersten drei Lebensjahren finanziell erleichtert sowie
- Hilfen beim beruflichen Wiedereinstieg,
- eine Willkommensprämie von 20.000 € für neugeborene Babys, sofern bereits Rentenbeiträge in derselben Höhe eingezahlt worden sind, andernfalls eine Gutschrift auf zukünftige Rentenbeiträge in dieser Höhe; die Prämie wird aus Steuermitteln finanziert und reduziert die Rente nicht,
- Bereitstellung von ausreichend Kindergarten- und Kitaplätzen in Wohnraumnähe mit Vorrang für Familien, in denen beide Eltern arbeiten, sowie für arbeitende Alleinerziehende,
- Begrenzung der Zuwanderung auf qualifizierte Arbeitskräfte, damit diese am Ende ihres Erwerbslebens nicht auf deutsche Sozialleistungen angewiesen sind.
