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Höhere Verzinsung für Lebensversicherungen

Die laufende Verzinsung von Lebensversicherungen übersteigt in diesem Jahr 2,5 Prozent. Doch Verbraucher halten sich zurück.

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3-D-Modelle von Finanzdiagrammen auf Tablet, daneben Taschenrechner, Stift und Finanzpapiere.

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München (tö). Gute Nachricht für Menschen mit einer Lebensversicherung oder privaten Rentenversicherung: Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) Anfang März 2025 bereits zum sechsten Mal in Folge die Leitzinsen gesenkt hat, haben zahlreiche Versicherer die Verzinsung für ihre verschiedenen Altersvorsorgeprodukte in der Sparte Lebensversicherungen erhöht. Dies geht aus der jährlichen Untersuchung zu Überschussbeteiligungen und Garantien deutscher Lebensversicherer vor, die die Ratingagentur Assekurata vorgelegt hat. Demnach ist die laufende Verzinsung, also die Summe aus Garantiezins und laufender Überschussbeteiligung, 2025 im Durchschnitt auf 2,53 Prozent (Vorjahr: 2,42 %, 2022: 2,02 %) gestiegen. 

Höchstwert aktuell rund 3,25 Prozent

Der höchste Einzelwert liegt aktuell bei 3,25 Prozent (Vorjahr: 3,00 %). Inklusive Schlussüberschüssen und sonstigen Gewinnanteilen liegt die in Aussicht gestellte Gesamtverzinsung bei durchschnittlich 3,22 Prozent (Vorjahr: 3,12 %, 2022: 2,70 %). 
Die Zahlen gelten für klassische private Rentenversicherungen mit lebenslangem jährlichem Garantiezins, die nicht fondsgebunden sind. Ähnlich sieht es bei anderen Produktkategorien aus. Bei Lebensversicherungen der „Neuen Klassik“, die niedrigere Garantien bieten und das Geld der Kundinnen und Kunden dafür stärker am Aktienmarkt anlegen, erhöhte sich die laufende Verzinsung von 2,53 Prozent auf 2,58 Prozent. Verzinst wird aber bei allen Produkten stets nur der jeweilige Sparanteil, nach Abzug diverser Kosten vom Beitrag.

Zins gibt es nicht auf Gesamt-Beitrag

Positiv wirkt sich nach Angaben der Ratingagentur der zu Jahresbeginn von 0,25 Prozent auf 1,00 Prozent gestiegene Höchstrechnungszins (bekannt als Garantiezins) aus. Er trage dazu bei, „dass zumindest für langlaufende Verträge wieder vermehrt positive Garantierenditen erzielt werden“, sagte Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata.  Auch ermögliche die gesunkene Inflation wieder positive Realverzinsungen in Lebensversicherungen.

Warnung vor sinkender Sparneigung

Die Experten von Assekurata wiesen allerdings darauf hin, dass die zuletzt nur noch leicht gestiegenen Lebenshaltungskosten von der Bevölkerung nach wie vor als äußerst hoch wahrgenommen werden. Dies habe eine sinkende Sparneigung zur Folge. „Die Motivation, langfristig sein Geld in zinsabhängige Anlagen zu investieren, was charakteristisch für Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligungen ist, könnte darunter leiden“, sagte Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will. Laut Assekurata nahmen 39 Unternehmen an der Auswertung teil, mit einem Marktanteil nach Prämieneinnahmen von 62 Prozent. 

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