Berlin (sth). Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat eine zügige Reform der staatlichen Altersvorsorgeförderung angekündigt. „Ungefähr im September oder Oktober wird sie in die Parlamentsberatung gehen“, sagte Lindner laut einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Donnerstag) am Mittwoch bei einer Veranstaltung mit Studierenden in Berlin. „Wir sind gerade in der Finalisierung des Gesetzentwurfs.“ Es geht dabei nach den Worten des FDP-Politikers um die Nachfolge der Riester- und Rürup-Verträge.
Viele Menschen sparten heute nur so viel, dass sie gerade die staatliche Unterstützung erhielten, sagte Lindner demnach. Die Rendite dieser nach Zahlung von Mindestbeiträgen geförderten Verträge sei jedoch „limitiert“. Dies liege an der gesetzlichen Vorschrift, dass mindestens die eingezahlten Beiträge wieder ausgezahlt werden müssten. Deswegen müsse ein Teil der angestrebten Reform sein, die sogenannte Beitragsgarantie auf Wunsch der Versicherten zu reduzieren, „damit mehr Zins entsteht“. Zudem wolle die Koalition Depots zur Altersvorsorge unterstützen, sagte Lindner dem Bericht zufolge. Wer auf diese Weise seinen Ruhestand absichere, solle damit wie ein Riester-Sparer gefördert werden.
