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Reform der privaten Altersvorsorge: Lob von Banken und Fachverband

Die Bundesregierung will die Riester-Rente reformieren. Für die Vorschläge einer Expertengruppe gibt es Lob, aber auch Kritik.

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Zwei Rentner sitzen auf einer Parkbank und spielen Schach. Bild: IMAGO / Westend61 / imago stock&people

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Frankfurt (bd). Die Vorschläge der Regierungskommission zur Reform der privaten Altersvorsorge stoßen auf weitgehende Zustimmung bei Banken und dem Fachverband für betriebliche Altersversorgung aba. Verbraucherschützer sind dagegen weniger zufrieden.

„Die aba begrüßt es sehr, dass sich eine deutliche Mehrheit der Fokusgruppe private Altersvorsorge gegen einen öffentlich verantworteten Altersvorsorgefonds entschieden hat", erklärte Georg Thurnes, Vorsitzender der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung. Die aba ist der deutsche Fachverband für die betriebliche Altersversorgung in der Privatwirtschaft und dem Öffentlichen Dienst. 

„Eine solide gesetzliche Rente, eine entsprechend unseren Vorschlägen gestärkte betriebliche Altersversorgung und die vorgeschlagene Weiterentwicklung der privaten Vorsorge reichen aus, um die Altersversorgung in Deutschland zukunftsfest zu machen", unterstrich Thurnes. Daneben bestünde kein Bedarf für einen öffentlich verantworteten Altersvorsorgefonds.

Allerdings sei es bedauerlich, dass sich die Kommission nicht deutlicher für eine Absicherung des Langlebigkeitsrisikos durch Altersvorsorgeprodukte ausgesprochen habe, so der aba-Chef. „Menschen leben durchschnittlich deutlich länger als sie vermuten und sie verfügen über zu wenig Finanzwissen, um angesammeltes Kapital in eine lebenslange Leistung umzuwandeln. Deshalb brauchen wir nicht mehr Vermögensbildung, sondern mehr lebenslange Leistungen", forderte Thurnes.

Der Bundesverband deutscher Banken hält insbesondere die konkreten Empfehlungen der Kommission, Aktien, aber auch Beteiligungen und Immobilien für eine höherverzinsliche Kapitalanlage fürs Alter zu nutzen, für sinnvoll. Nun müsse die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. „Wir halten die Förderung des Wertpapiersparens dabei für ideal. Es ist einfach, flexibel und bequem; und in Form eines Altersvorsorgedepots auch schnell und pragmatisch umsetzbar“, sagte Miye Kohlhase vom Bankenverband.

Kritik von Verbraucherschützern

Verbraucherschützer zeigen sich dagegen enttäuscht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte für einen öffentlich verwalteten Altersvorsorgefonds plädiert. Der Vorschlag wurde aber von der Mehrheit abgelehnt. In einen solchen Fonds würde man automatisch einzahlen, wenn man ihn nicht aktiv abwählt. Dieser sei mit breit gestreuten, langfristigen Anlagen privaten Angeboten klar überlegen. Die Verbraucherschützer halten auch eine verminderte Beitragsgarantie bei Versicherungsprodukten für untragbar.

Die Expertengruppe hatte unter anderem in ihrem Abschlussbericht angeregt, auch Altersvorsorgeprodukte mit geringeren Garantien und dafür höheren Renditechancen zu fördern. Bestehende Riester-Verträge sollen aber erst einmal gültig bleiben.


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