München (tö). „Ist mein Leben im Ruhestand eigentlich finanziell abgesichert?" Diese Frage bewegt viele Bürgerinnen und Bürger, doch fällt eine Antwort häufig nicht leicht: Wer Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung erworben hat, zudem eine betriebliche Altersversorgung genießt und mit staatlicher Förderung auch privat für das Alter spart, muss viele verschiedene Zahlenwerke erfassen und zusammenfügen. Dabei hilft die digitale Rentenübersicht, ein gemeinsames Projekt aller drei Säulen der Alterssicherung, des Verbraucherschutzes, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Bundesministeriums der Finanzen. Federführend ist die Deutsche Rentenversicherung, die bei der Weiterentwicklung des Portals auch Anregungen von Nutzerinnen und Nutzern aufnimmt.
„Renten-Labor“ entwickelt Verbesserungen
Die Vorschläge werden gesammelt und auf Nutzen und Machbarkeit im sogenannten „Renten-Labor“ überprüft. So ist unter anderem auch der „Inflationsrechner“ auf dem Rentenübersichtsportal entstanden. Diesen Rechner können bislang allerdings nur diejenigen Nutzer ausprobieren, die sich auf dem Portal vorher mit ihrem elektronischen Personalausweis angemeldet und eingeloggt haben. Seit seiner offiziellen Freischaltung Mitte 2023 haben 6,6 Millionen Menschen das Portal besucht; 410.000 Nutzerinnen und Nutzer haben sich bereits registriert.
Inflationsrechner zeigt tatsächliche Kaufkraft
Die Einführung des Inflationsrechners geht auf den Wunsch vieler Versicherten nach einem zusätzlichen Werkzeug zurück, „mit dem sie den Einfluss der Inflation auf ihre Altersvorsorge auf Grundlage eigener Annahmen besser abschätzen können“, wie die Deutsche Rentenversicherung erläutert. Die kontinuierliche Geldentwertung beeinflusst die Kaufkraft zukünftiger Renten und spielt damit auch für die Altersvorsorge eine wichtige Rolle. „Zu verstehen, wie sich die Inflation auf die eigene Vorsorge auswirken kann und dass unter Umständen weniger Geld zur Verfügung steht als erwartet, ist daher wichtig“, erklärt die DRV.
Angemeldete Nutzer können mit dem Inflationsrechner die persönlichen Werte aus der digitalen Rentenübersicht einsetzen und ermitteln, wie viel ihre Rente später ungefähr wert wäre, je nachdem wie stark die Preise steigen. Hierbei können sie mithilfe eines Schiebereglers verschiedene Szenarien durchspielen. Beispiel: Bei einer jährlichen Inflation von zwei Prozent hätte eine Rente von 2000 Euro in 20 Jahren eine Kaufkraft von rund 1350 Euro heute.
