Ihre-Vorsorge Logo

Studie: Frauen unterschätzen, Männer überschätzen ihre Lebenserwartung

Bei Entscheidungen zur Altersvorsorge kann die geschätzte Lebensdauer eine Rolle spielen. Frauen und Männer ticken dabei offenbar verschieden.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Rentnerpaar lächelnd in Abenddämmerung draußen. Bild: IMAGO / Westend61

© Nicht definiert

Wiesbaden (dpa). Frauen mittleren Alters unterschätzen einer neuen Studie zufolge oft die eigene Lebenserwartung, während gleichaltrige Männer sie eher überschätzen. Die Studienautorin Anna Reuter erklärte: “Forschungsergebnisse zeigen, dass Personen, die ihre verbleibende Lebenszeit unterschätzen, tendenziell weniger in die Altersvorsorge investieren.” Das könne zu einer niedrigeren Rente und einem höheren Armutsrisiko führen. 

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden hatte persönliche Einschätzungen beim Deutschen Alterssurvey in den Jahren 2008 bis 2020/2021 mit der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Lebenserwartung verglichen. Der Alterssurvey ist eine wiederholte repräsentative Befragung von Männern und Frauen, die 40 Jahre und älter sind. 

Blicken Frauen und Männer unterschiedlich auf Gesundheitsrisiken?

Laut der BiB-Analyse tendieren 40- bis 49-jährige Männer dazu, von einer im Schnitt 1,2 Jahre längeren Lebenserwartung auszugehen, als es ihre statistische Lebenserwartung bei pessimistischer Szenarienannahme des Statistischen Bundesamtes annehmen lässt. Gleichaltrige Frauen unterschätzen dagegen ihre Lebensdauer durchschnittlich um 3,3 Jahre bei einer pessimistisch vorhergesagten Sterblichkeitsentwicklung - und sogar um 5,0 Jahre bei einer optimistischen Annahme der Statistiker.

“Diese Unterschiede zwischen Männern und Frauen könnten auf eine andere subjektive Wahrnehmung von Risiken, zum Beispiel im Hinblick auf die eigene Gesundheit, zurückzuführen sein”, erklärte das BiB. Andreas Mergenthaler, Mitautor der Studie, betonte mit Blick auf womöglich mangelnde finanzielle Absicherung gerade bei Frauen: “Diese Frage gewinnt angesichts des aktuell deutlich ansteigenden Anteils älterer Personen zusätzlich an gesellschaftlicher Relevanz.”

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Die kapitalbildende Lebensversicherung zählt zu den klassischen Vorsorgeformen in Deutschland. Doch die Verknüpfung von Familien-Absicherung im Todesfall und Ansparen für den Ruhestand birgt Nachteile, wie der Bund der Versicherten (BdV) erklärt.

Time
2 Minuten

Wer sein Kind durch eine private Rentenversicherung absichert, erhält häufig eine Option für eine spätere Berufsunfähigkeitsversicherung. Eltern sollten sich diese auf Wiedervorlage legen, um das Recht zur Aktivierung nicht zu verlieren.

Time
3 Minuten

Zur Einschulung gibt's häufig Geld von der Verwandtschaft. Für eine sinnvolle Geldanlage sollten sich Eltern vorab einige Fragen stellen.

Time
2 Minuten

Bei jungen Menschen setzt sich die Erkenntnis durch, dass sie selbst fürs Alter vorsorgen müssen. Dass es dafür bald eine neue staatliche Förderung gibt, wissen aber längst nicht alle.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Altersvorsorge.

Time
3 Minuten

Erst voll arbeiten, dann komplett frei haben: So planen die meisten ihre Altersteilzeit. Doch die Rentenreform sieht idealerweise vor, über die ganze Altersteilzeit hinweg halb zu arbeiten, was bei vielen Unmut hervorruft.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026