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Studie: Niederlande ist bei der Altersversorgung spitze

Laut der Analyse einer international tätigen Unternehmensberatung zur Altersvorsorge in 47 Staaten liegt Deutschland im oberen Mittelfeld, China noch weit hinten.

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Kreis von Fahnenmasten mit europäischen Flaggen. Bild: IMAGO / YAY Images / fifg

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München (tö). Die Niederlande haben weltweit das beste System für die Altersversorgung. Island kommt auf Platz zwei, Dänemark belegt den dritten Platz. Das geht aus dem jährlich erscheinenden Bericht Mercer CFA Institute Global Pension Index für 2023 hervor. In dem Bericht werden die Altersversorgungssysteme von knapp 50 Ländern nach ihrer Tauglichkeit, Nachhaltigkeit und Integrität bewertet. In den Ländern leben knapp zwei Drittel der Weltbevölkerung. 

Auf den Plätzen vier bis sieben der Rangliste stehen Israel, Australien, Finnland und Singapur. Deutschland, in dem die Altersversorgung auf den drei Säulen gesetzliche Rente, private und betriebliche Altersvorsorge beruht, belegt demnach Rang 19 und erhält die drittbeste Note B, genauso wie etwa Norwegen, Schweden, die Schweiz oder Großbritannien. Die USA liegen auf Platz 22, China auf 35 der 47 untersuchten Staaten.

Altersversorgung weltweit unter Druck

Der Global Pension Index ist ein gemeinschaftliches Forschungsprojekt, das vom CFA Institute, einer weltweiten Vereinigung von Anlageexperten, und dem Beratungsunternehmen Mercer erstellt wird. In dem Bericht wird davor gewarnt, dass die Altersversorgung weltweit unter Druck steht wie nie zuvor. Die Experten und Expertinnen begründen dies mit der in den meisten Ländern alternden Bevölkerung, der steigenden Staatsverschuldung und der hohen Inflation. Als eines der wichtigsten Probleme wird die Frage angeführt, wie Selbstständige, Freiberufler und geringfügig Beschäftigte besser in die jeweiligen Altersversorgungssysteme integriert werden könnten. Am schlechtesten schnitt unter den 47 Ländern Argentinien ab.

Deutschland erreicht von 100 möglichen Punkten immerhin 66,8 Punkte, die Niederlande als Spitzenreiter kommen auf 85,1 Punkte. Schwachpunkte sehen die Experten hierzulande vor allem bei der Unterkategorie Nachhaltigkeit. „Durch die demografische Entwicklung – sinkende Geburtenraten bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung – erhöht sich der Druck auf die Altersversorgung im Allgemeinen und die staatlichen Sicherungssysteme im Besonderen“, sagte Martin Haep von Mercer Deutschland. „Dadurch nimmt die Bedeutung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge zu.“ 

Die Berater empfehlen, die Mindestrente für Rentner mit geringem Einkommen anzuheben und die private und betriebliche Altersversorgung als Ergänzung zur gesetzlichen Rente zu stärken. Bislang würden noch zu wenige Beschäftigte die betriebliche Altersvorsorge nutzen und sich mit eigenen Beiträgen daran zu wenig beteiligen. Nötig sei, die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu verringern und den Zugang zur privaten und betrieblichen Säule zu erleichtern.

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